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Wannenjoch

Kühgundspitze, Kühgundrücken, Kühgundkopf, Wannenjoch, Wiedhag. Viele Namen und manchmal auch viel Verwirrung. Sicher ist nur, dass diese Tour als herrliche Wiesenwanderung mit spannender Gratpartie richtig Spaß macht.

Zur Einordnung: der Kühgundkopf ist eine Erhebung auf dem Gratkamm zwischen Iseler bei Oberjoch und Schattwald. Der Iselergrat, auch Kühgundgrat, verläuft dabei genau auf der Grenze zwischen Tirol und Bayern. Er führt in nordöstlicher Richtung über die Kühgundkopf bzw. das Wannenjoch.

Das Gipfelkreuz des Wannenjochs
Das Gipfelkreuz des Wannenjochs

Das die Bezeichnungen des nördlich gelegenen Gipfels auf deutscher bzw. österreichischer Seite. In einigen Beschreibungen werden allerdings auch Kühgundspitze und Kühgundkopf miteinander vertauscht. Somit ist die Verwirrung dann vollkommen.

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So oder so. In der Verlängerung führt der Gratweg noch abwärts auf den Wiedhag. Die Strecke zwischen Iseler und Wiedhag ist zugleich ein Wegstück auf der letzten Etappe des Grenzgänger.

Soviel zur Einordnung. Vielmehr dem Versuch einer Einordnung. Wem die Namen nicht so wichtig sind, der genießt einfach die herrlich schöne Tour auf der Grenze zwischen Österreich und Deutschland.

Von Schattwald in Richtung Zipfelsalpe

Los geht es am Parkplatz der Wannenjochbahn in Schattwald. Das Parkticket für einen Tag kostet 3,00€. An einer kleinen Kneippanlage geht es los. Zunächst ein kurzes flaches Stück durch den Wald, dann auf einem breiten Wirtschaftsweg über Almwiesen am Stuibenbach entlang nach oben.

Die Bergtour beginnt auf einem breiten Weg
Die Bergtour beginnt auf einem breiten Weg

Ein gemütliches Einlaufen. Mit zunehmender Höhe taucht der Weg tiefer in den Wald hinein. Er wird schmäler und etwas bolliger bevor er auf die weiten Almwiesen unterhalb der Stuibensennalpe (Montag Ruhetag) mündet. Die Sennalpe bleibt etwas links oberhalb liegen und der Weg führt gut ausgeschildert in Richtung Zipfelsalpe.

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In einer weiten Wanne geht es auf einem wunderschönen Bergpfad zunächst flacher, dann in stetig steigenden Kehren nach oben. Bereits von unten sieht man das erste Ziel. Die Kante der Wiesen auf der Hochebene im Bereich der Zipfelsalpe. Nach etwa 1 Stunde 15 Minuten und 500 Höhenmetern ist die Kante erreicht.

Aufstieg in Richtung Zipfelsalpe
Aufstieg in Richtung Zipfelsalpe

Aufstieg zum Wannenjoch

Nun wendet sich der Weg nordwärts in Richtung des Grats zwischen Iseler und Wannenjoch. Über die weiten Wiesen, Bschiesser und Ponten im Rücken, geht es nach oben. Zunächst über die freien Weideflächen, dann ein kurzes Stück durch einen Latschenhang, steigt der Weg moderat in Richtung des weit sichtbaren Gipfelkreuz an.

Dort angekommen kommt zu der herrlichen Aussicht ins Tannheimer Tal, die seit Erreichen der Hochebene ein wunderbarere Begleiter ist, eröffnet sich ein wunderschöner Blick hinüber auf die deutsche Seite des Felsskamms. Tief unten liegt die Verbindungsstrasse zwischen Oberjoch und Schattwald, gegenüber der Ornach und Jochschrofen oder auch der Sorgschrofen.

Nach links würde der Gratweg in Richtung Iseler führen. Vom Kreuz aus in Richtung Norden steigt ein felsig steiler Gratweg hinunter in Richtung Wiedhag.

Abstieg zur Bergstation der Wannenjochbahn

Steil und schottrig. Auf einem schmalen Gratweg der links und rechts schroff über die Latschenhänge nach unten abfällt, beginnt der Abstieg in Richtung Wiedhag. Einem nördlich vorgelagerten Kopf. Teilweise mit Drahtseilen und Eisenstufen gesichert geht es hinunter. Immer auf dem Grat mit einer dauerhaft schönen Aussicht.

Am Ende dieses Grats, markiert durch einen Grenzstein, führen ein paar steile und erdige Kehren hinunter zum Schmugglersteig. Dieser Weg, der mit vielen kleinen Info-Stationen gerade Kinder zum Mitmachen einlädt (es gibt Grenzkontrollen, Rätsel und vieles mehr), führt rechts ab in einem weiten Boden zur Bergstation der Wannenjochbahn.

Wiesenwanderung zurück zum Parkplatz in Schattwald

Ebenerdig und zuletzt leicht ansteigend ist die Bergstation ungefähr 15 Minuten nach dem Abstieg erreicht. An der Bahn vorbei beginnt der Abstieg. Auf der Skipiste geht es in einem weiten Bogen unter der Bergstation vorbei hinunter. Bleibt man auf der breiten Skipiste, so erreicht man nach etwa 30 Minuten die Abzweigung unterhalb der Stuibensennalpe, die bereits beim Aufstieg passiert wurde.

Auf dem bereits bekannten Schotterweg, der entlang des Stuibenbachs in einen breiten Wirtschaftsweg mündet, geht es in weiteren 20 Minuten hinunter zum Ausgangspunkt, wo die kleine Kneippanlage eine herrliche Erfrischung für die Füße bereit hält.


Tipp: Man kann den Weg auch gut in umgekehrter Richtung meistern. Der Aufstieg über den schmalen Gratweg ist dann mitunter einfacher zu laufen. Zudem kann man die Sesselbahn der Wannenjochbahn auch als Auf- oder Abstiegshilfe nutzen und somit die Tour deutlich verkürzen.


 

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