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#wandernmachtglücklich

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„Schritt für Schritt. Stufe um Stufe. Über satte grüne Almböden. Auf lehmig-felsigem Untergrund. Schritt für Schritt. Stufe um Stufe. Dem Ziel entgegen.“

Abendstimmung am Wildseeloderhaus
Abendstimmung am Wildseeloderhaus

Der WaiWi ist ein 3-Tages-Weitwanderweg. Er führt von Waidring über fünf Gipfel und endet nach etwa 50 Kilometern in Fieberbrunn. Von Waidring aus geht es am ersten Tag zunächst über den Gipfel des Hausberg zum Schaflberg und weiter auf den Kirchberg. Nach dem Abstieg ins Pillerseetal führt die Route am zweiten Tag auf die Buchensteinwand und schließlich über Fieberbrunn weiter zum Wildseeloderhaus. Nach einem überragenden Panoramablick auf dem Gipfel des Wildseeloder endet der WaiWi am dritten Tag in Fieberbrunn. An die 3.200 Höhenmeter sind bis dahin absolviert. Soweit die nüchternen Fakten.

Dazwischen liegen unzählige Schritte, hunderte Stufen und nochmal so viele Absätze. Und dazwischen liegen eine Fülle an Eindrücken und tausende herrlicher Bildern.

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Genau das ist es, was glücklich macht

Es sind Bilder von weichen Almböden und von felsigen Grate. Da sind die sanften Hügel und die hoch aufragenden Gipfel. Man begegnet ruhig schlafenden Seen und quirligen Gebirgsbächen. Da gibt es die stille Wälder und lebendig-leuchtenden Blumenhänge. 

Und genau diese Mischung ist es, die glücklich macht. Die Kombination der Gegensätze. Die Mischung aus hell und dunkel. Aus laut und leise. Es sind genau diese Bilder die spontan ein Lächeln ins Gesicht zeichnen. Ein einziges Bild aus der Erinnerung genügt. Wie ein Funken, der ein Feuer zum Erleuchten bringt. Wie ein Windhauch, der über den See streicht und Welle um Welle an Land schiebt. Ein Bild, das alle anderen Bilder wie Dominosteine umfallen lässt und sich unweigerlich das große Ganze im Kopf ausbreitet. 

Es genügt tatsächlich sich eine Erinnerung dieser herrlichen Tour ins Gedächtnis zu rufen. Und das Lächeln ist da. Genau deshalb macht Wandern glücklich. Und Weitwandern ohnehin. Kein zeitlicher Druck. Kein Termin der noch zu erledigen ist. Kein Bus oder Zug der erreicht werden muss. Da gibt es nur den Weg. Den nächsten Schritt. Sonst nichts.

 

Was kann schon beeindruckender sein?

Wenn man mich fragen würde: „Was war Dein beeindruckendstes Erlebnis auf dem WaiWi?“, die Antwort wäre einfach.

Ich würde nicht das imposante Jakobskreuz nennen, das 30 Meter hoch in den Himmel ragt und schon vom Tal aus eine stattliche Figur macht. Es wären auch nicht die riesigen Latschenfelder, die am ersten Tourtag auf dem Programm stehen und die Berggipfel um Schaflberg und Kirchberg umspannen. Es wären nicht Almböden von Fieberbrunn, die mit tausenden leuchtenden Blumen geschmückt sind. Und auch nicht der idyllisch gelegene Wildsee, der dunkel-geheimnisvoll unter dem Wildseeloder mit seiner herrlichen Alpenrosenblüte schlummert. 

Wenn man mich fragen würde: „Was war Dein beeindruckendstes Erlebnis auf dem WaiWi?“ Dann  würde ich mit einem breiten Lächeln im Gesicht antworten: „Es war die Stille, die Ruhe und die Einsamkeit des Weges. Eine Stille und Einsamkeit, die ich so nie erwartet habe. Eine Stille und Ruhe die Schritt für Schritt diesen kleinen Weitwanderweg für mich zur einer so einmaligen Erinnerung hat werden lassen.“

Hier ist sprichwörtlich der Weg das Ziel

Den Weg genießen. Zur Ruhe kommen. Eins werden mit dem Weg. Eins sein mit seinen Gedanken. Und die vorher noch so großen Probleme werden Schritt für Schritt kleiner und kleiner. Der Gedanke an diese Stille und Ruhe. Der Gedanke an diese geistige Entspannung, trotz aller körperlicher Anstrengung. Das ist es was mir genau in diesem Moment ein Lächeln ins Gesicht zeichnet. Das ist der Grund, warum der WaiWi glücklich macht.

„Schritt für Schritt. Stufe um Stufe. Dem Ziel entgegen. Doch welches Ziel? Die Alm? Die Hütte? Der Gipfel?“

Hier auf dem WaiWi ist sprichwörtlich der Weg das Ziel. Denn ist man letztlich am Zielort der Tour, in Fieberbrunn angekommen, wünscht man sich unweigerlich zurück auf die herrlich einsamen Pfade, die das wahre Ziel der Tour sind.

Über die Almböden bei der Rechensaualm zum Schaflberg
Über die Almböden bei der Rechensaualm zum Schaflberg
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