Schönkahler Gipfel mit Blick ins Ostallgäu

Schönkahler, 1689m

Im Sommer für die Wanderer, im Winter für die Skitourengeher. Der Schönkahler hat zu jeder Jahreszeit was zu bieten.

Den Gipfel des Schönkahler erreicht man aus Richtung Rehbach, über das Engetal zwischen Grän und Pfronten, oder von Schattwald über den Wiesler Berg. Die hier beschriebene Variante beginnt am Berggasthof Zugspitzblick, oberhalb der Gemeinde Zöblen im Tannheimer Tal. Diese Tour habe ich noch aus meiner Kindheit in Erinnerung und war bei der jüngsten Begehung darauf gespannt, ob sich der letzte Weg zum Gipfel immer noch „so zieht“, wie damals.

Aufstieg auf breitem Forstweg

Den Berggasthof Zugspitzblick erreicht man über die mautfreie Auffahrt am Dorfanfang von Zöblen. Wem die mit etwa 1,5 Stunden angesetzte Wanderung zu wenig fordernd ist, kann die vier, fünf großen Kehren und 214 Höhenmeter auch schon mit dem Fahrrad bewältigen. Mit oder ohne Bike. Vom Parkplatz am Zugspitzblick führt zunächst ein breiter Forstweg über Wiesen und auch den Wald hinauf zum Frickler Berg.

Anzeige:

Die ersten gut 100 Höhenmeter steigen sanft bis zu einer Wegkreuzung an. Hier trifft sich der Weg aus Richtung Zöblen mit dem von Schattwald. Ein paar Meter nach dieser Kreuzung, in Richtung Einstein, geht es linker Hand auf einem Pfad weiter hinauf. Spätestens hier bleibt das Fahrrad stehen.

Blick beim Aufstieg in Richtung Pirschling
Oberhalb der Senke. Blick hinüber in Richtung Pirschling

Über sanfte Wiesen zum Schönkahler

Auf einem Wiesenpfad geht es einige Meter bergauf in den Wald. Doch bereits nach kurzer Zeit fällt der Pfad wieder in eine Senke ab. Ein wunderschön einsam-idyllischer Ort. Gegenüber der Senke sieht man bereits den Aufstiegsweg in Richtung Pirschling, der steil über freies Gelände nach oben führt. Auf der rechten Seite grüßen Einstein und Aggenstein. Im Rücken bauen sich Geißhorn, Rohnenspitze, Ponten und Bschiesser auf.

Einstein mit Kuh - Aufstieg zum Pirschling
Einstein mit Kuh – Aufstieg zum Pirschling

Vom höchsten Punkt dieses unmarkierten Gipfels fällt der Weg nochmal in eine Mulde ab. An einem Wegweiser sind noch 10 Minuten bis zum Gipfel angeschrieben und schließlich kommt das Gipfelkreuz des Schönkahler in Sicht.

Anzeige:

Ein weites Panorama vom Iseler über Jochschrofen bis hin zum Forggensee und Breitenberg im Nordwesten. Die großen Gipfel des Hauptalpenkamms sowie Gimpel und Rotflüh im Südosten. Der Schönkahler zählt nicht zu den höchsten Gipfeln, hält aber einen wunderschönen Rundumblick bereit. Außerdem ist der Gipfel auch an Ferientagen weit weniger begangen als „die ganz Großen“.

Panorama vom Schönkahler mit Gimpel und Rotflüh im Zentrum
Panorama vom Schönkahler mit Gimpel und Rotflüh im Zentrum

Auf dem Rückweg kann man sich den Anstieg zum Pirschling und den darauffolgenden steilen Abstieg sparen. In der Senke unterhalb des Schönkahler Gipfels zweigt links ein Pfad zur Pfrontener Alpe (unbewirtschaftet) ab, der schließlich in einem Alpweg mündet. Unterhalb des Pirschling geht es um diesen herum zurück zum kurzen Abstieg auf die erste Senke des Hinwegs und von dort auf dem Aufstiegsweg zurück zum Zugspitzblick.

Meine erneute Begehung des Schönkahler hat auf jeden Fall Bilder aus meiner Kindheit geweckt. So „zäh“ wie ich den Weg in Erinnerung hatte war er aber bei weitem nicht. Zwar muss man hinter dem Pirschling nochmal in eine Senke absteigen, bevor man die verlorenen Höhenmeter wieder gut machen darf, aber diese gesamte Tour (mit 2 Stunden ab dem Zugspitzblick angegeben) lässt sich gut an einem Spätnachmittag bewältigen.

Anzeige:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.