Am Passo Rocchetta

Larici & Passo Nota

Die Anfahrt von Riva del Garda über den Larici und Passo Nota ist auch die Anfahrt für die „klassische“ Mountainbike-Tour auf den Tremalzo. Ich persönlich bevorzuge hierfür jedoch die Anfahrt über den Ledro-See und die „normale“ Passstrasse, da mir die Variante über den Passo Nota mit zu viel Gegenverkehr verbunden ist. Somit die hier beschriebene Tour zum Passo Nota eine eigenständige Runde, die nicht minder anstrengend oder abwechslungsreich ist.

Wir haben diese Tour von Arco aus gestartet. Dieser Streckenabschnitt ist in der beigefügten Karte nicht eingezeichnet. Auf der Verbindungsstrasse von Arco führt jedoch fast gänzlich ein ausgewiesener Radweg nach Riva del Garda. Immer auf der linken Seite der Strasse, mal farblich markiert, mal abgetrennt. Wichtig ist nur, nicht die neue Umgehungsstrasse zu nehmen.

Die Ponale-Strasse mit Riva del Garda
Die Ponale-Strasse mit Riva del Garda

Über die Ponale Strasse nach Pregasina

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Von Riva del Garda geht es über die wunderschöne, berühmte Ponale Strasse nach oben. Die angenehme Steigung lässt viel Zeit um die Aussicht auf den Gardasee zu genießen. Auf Sand und Schotter, dann wieder asphaltiert und auch wider felsig geht es hinauf zum Ausflugscafé Ponale Alto. Kurz nach dem Café gabelt sich der Weg. Rechter Hand geht es in Richtung Biacesa und weiter zum Ledro-See. Wir fahren links hinauf nach Pregasina. Nach vielen Kehren auf der nun durchgängig asphaltierten Strasse erreichen wir schließlich die Verbindungsstrasse zwischen Biacesa und Pregasina, kurz nach dem Tunnel.

Von nun an führt die Route, an einem Aussichtspunkt mit Marienstatue vorbei, bis zu dem Bergdorf auf dieser wenig befahrenen Strasse. Der Weg steigt immer leicht bis nach Pregasina (532m) an. Vorbei am Hotel Panorama und einem Brunnen geht es schließlich steil in den oberen Teil des Dorfes und anschließend links zur kleinen Kirche. Nun wechselt der Belag auf groben Schotter. In einigen Kehren geht es, zunächst mit mäßiger Steigung, nach oben. Es folgt das steilste Stück. Eine mit Beton ausgegossene Rampe die in den Wald führt.

Blick zum Bocca di Larici
Blick zum Bocca di Larici
Auf dem Punta di Larici
Auf dem Punta di Larici

Über den Bocca di Larici zum Passo Rocchetta

Nach dieser ersten, konditionell anspruchsvollen Passage, geht es gemächlicher und wieder auf einem grob geschotterten Weg hinauf. Kehre für Kehre schlängelt sich der Weg nach oben, bevor sich, nahezu urplötzlich, der Wald lichtet und der Bocca di Larici (906m) erreicht ist. Von hier führt ein schmaler Pfad hinauf zum Punta die Larici von wo man einen herrlichen Tiefblick auf Limone und den Gardasee hat.

Ab dem Bocca di Larici erreicht man schließlich in westlicher Richtung das Steinhaus Malga Palaer (949m). Der Weg dorthin ist, wie der letzte Teil der Auffahrt zum Bocca, breit und grobschottrig, jedoch gut zu fahren. Ab der Malga Palaer führen zwei Wege zum Passo Rocchetta (1050m). Der Weg ab der Malga links ist zwar nur halb so lang wie der rechte, dafür nahezu gar nicht fahrbar. Die 200 Höhenmeter muss das Bike fast gänzlich geschultert werden. Der andere Weg führt zunächst ein paar hundert Meter leicht bergab, bevor scharf links ein schmaler Pfad wieder nach oben führt.

Trail zum Passo Rocchetta
Trail zum Passo Rocchetta

Dieser Pfad ist gespickt mit steilen, felsigen Stellen und hohen Wurzelpassagen. Ab und an muss geschoben werden. Dann wiederum lässt sich der Single Trail in seinen flacheren Abschnitte wieder gut fahren. Die Fahrt bis zum Passo Rocchetta erfordert dennoch Kondition. Ab dem Passo geht zunächst in zwei steilen Kehren nach unten, bevor der Weg in Richtung Passo Guil breiter und flowiger wird. Der anstrengendste Teil der Fahrt liegt hinter, wenngleich immer noch einige Kilometer vor uns liegen.

Fast schon entspannt zum Passo Nota

Mal Auf, dann wieder Ab, ist schließlich der Passo Guil (1209m) schließlich erreicht. Der Weg wird nochmals breiter, ist aber immer noch sandig-schottrig. Er schlängelt sich oberhalb der Bucht von Limone westwärts. An einem kleinen Steinhaus vorbei ist schließlich der Bocca dei Fortini (1245m) erreicht. Von hier wird später die Abfahrt in Richtung Ledro-See ihren Ausgang haben. Der Weg schlängelt sich noch ein paar hundert Meter durch den Wald, bevor er eine Wiese quert und danach ein letztes Mal ansteigt.

Vom Passo Rocchetta zum Passo Guil
Vom Passo Rocchetta zum Passo Guil
Am Passo Guil, Blick zurück
Am Passo Guil, Blick zurück

Auf dem höchsten Punkt erfolgt die Abfahrt, zunächst auf einem gepflasterten, dann sandig-schottrigem und teils ausgewaschenen Weg hinunter zum Rifugio degli Alpini am Passo Nota. Im Vergleich zu früheren Jahren gibt es inzwischen neben Getränken auch warme Mahlzeit wie Spaghetti. Allerdings alles auf Papptellern, in Plastikbechern und mit Plastikbesteck.

Abfahrt über den Ledro-See

Das Rifugio degli Alpini ist zugleich Wendepunkt der Tour. Die Rückfahrt nach Riva del Garda ist identisch zur Tremalzo-Tour. Zunächst geht es auf dem bereits bekannten Weg zurück zum Bocca dei Fortini. Hier zweigt links der Weg zum Ledro-See ab. Der größte Teil des Rückwegs erfolgt nun bergab, wobei immer wieder ein paar kleine Rampen bergauf folgen. Teilweise sehr steil geht es auf betonierten Wegabschnitten, dann wieder auf Schotter durch den Wald nach unten. Immer links haltend fahren wir in Richtung Doss de Trat und erreichen schließlich den Ledro-See bzw. Legos von wo aus die Abfahrt in Richtung der Ponale Strasse beginnt.

Tipp: auf jeden Fall bis Molina abfahren und von dort rechts der Verbindungsstrasse zwischen Riva del Garda und Ledro-See über Pre nach unten fahren. Zweigt man in Legos zu früh über die Wiesen ab, kommt man zwar auch nach Pre. Der Weg ist aber teils sehr steil, verblockt und für mein Dafürhalten nicht fahrbar.

Bis Pre geht es auf einer schmalen, kaum befahrenen Strasse hinunter, bevor die Hinweisschilder zu einem Schotterweg leiten, der südlich Biacesa vorbei führt. Am Ende erreichen wir an einer Brücke die Verbindungsstrasse zwischen Biacesa und Pregasina. Wir queren die Brücke, fahren ein paar Höhenmeter weiter bergab, bevor es vor dem Tunnel rechts wieder auf die Ponale-Strasse geht. Der weitere Rückweg über das Café Ponalealto nach Riva del Garda ist bekannt.


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