Der Seebensee am Mittag

Hoher Gang & Seebensee

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Diese Bergtour zum Seebensee und weiter zum Drachensee könnte als gemütliche Wanderung eingestuft werden, wäre da nicht die anregende Kraxelei über den „Hohen Gang“.

Almwiese mit Zugspitze
Almwiese mit Zugspitze

Der Parkplatz der Ehrwalder Almbahn ist Ausgangspunkt dieser Tour. Das mächtige Zuspitzmassiv im Rücken geht es gut beschildert in den Wald. Die Abzweigungen zum Klettersteig und Immensteig lassen wir links liegen und folgen dem zunächst ebenerdigen, dann steiler werdenden Fahrweg auf eine Almwiese. Nochmals grüßt die Zugspitze in der Morgensonne, bevor die kommenden 20 Minuten von dichtem Wald geprägt sind. Über Wurzeln und Felsen geht es zu einer breiten Schotterrinne die linker Hand umgangen wird. Die Stufen werden größer und der Weg führt zügig zu einem Aussichtspunkt (Coburger Rast) der zugleich den Einstieg in den kleinen, anregenden Steig bildet.

Einstieg in den Hohen Gang
Einstieg in den Hohen Gang

Der Hohe Gang ist mit Sicherheit nicht als klassischer Klettersteig zu bezeichnen. Dennoch sind Trittsicherheit und auch ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit geboten. Die mit Drahtseilen gesicherte Steiganlage führt über Fels und teilweise schottrige-sandigen Untergrund nach oben und gibt einen wunderschönen Blick auf den Ehrwalder Talkessel und die Zugspitze frei. In vielen kleinen Kehren und über teilweise hohe Tritte geht es hinauf.

Über den Hohen Gang zum Seebensee
Über den Hohen Gang zum Seebensee

Nach etwa 200m im Steig ist der obere Almboden erreicht und der Wanderpfad führt mehr oder minder ebenerdig zum Seebensee. Gerade in den Morgenstunden ist die Kulisse atemberaubend.

Die umliegenden Berge spiegeln sich in der glatten Oberfläche des Sees. Hinter uns steht die Zugspitze schon im vollen Licht der Morgensonne. Die Luft ist kühl und klar.

 

Spiegelung im Seebensee
Spiegelung im Seebensee



An der Coburger Hütte
An der Coburger Hütte

Ein früher Aufstieg zu diesem wunderschönen Bergsee lohnt sich in jedem Fall. Sobald die Ehrwalder Almbahn ihren Betrieb aufnimmt, wird es rund um den See immer voller. Nach einem ausgiebigen Fotostopp geht es über den breiten Fahrweg an das andere Ende des Sees.

Erst ab der Materialbahn zur Coburger Hütte erreichen wir wieder einen Bergpfad. Daher ist der Seebensee auch gut mit dem Mountainbike zu befahren, was die unzähligen Biker im Verlauf des Abstiegs unter Beweis stellen.

Der Drachensee unweit der Coburger Hütte
Der Drachensee unweit der Coburger Hütte

In kurzen und später länger werdenden Kehren ist die Coburger Hütte nach etwa 40 Minuten erreicht. Da am Tag dieser Tour der Hüttenschluss bereits erreicht war, war sicher auch die Ruhe rund um die Hütte und den dahinterliegende Drachensee eine andere, als in der Hauptsaison. Ebenso friedlich wie der Seebensee liegt der Drachensee neben der Coburger Hütte. Er wirkt aber aufgrund des raueren Wassers und auch der steilen Klippen, die an der Südseite in den See fallen, an diesem Morgen irgendwie bedrohlich.

Hier oben stehen natürlich weitere Gipfelziele parat. Sonnenspitze oder auch Tajakopf. Dazu ziehen auch viele, teilweise sehr anspruchsvolle Klettersteige zum und ab dem Seebensee viele Bergsteiger in die Region. Wir belassen es heute bei einer aussichtsreichen Rast einige Meter in Richtung der Biberwierer Scharte. Noch einmal genießen wir den Ausblick auf den Seebensee und die dahinter liegende Zugspitze bevor der Abstieg erfolgt.

Ausblick auf Seebensee und Zugspitze
Ausblick auf Seebensee und Zugspitze

Ab dem Seebensee geht es in Richtung der Ehrwalder Almbahn. Entweder auf dem Fahrweg, oder auf einem parallel verlaufenden Wanderweg. Kurz vor dem „Koatinger Weg“ treffen beide wieder aufeinander. Der felsige, teilweise lehmige Pfad führt zügig in Richtung der Bergstation der Almbahn. Von hier an folgt ein leider wenig spannender, finaler Abschnitt. Ein breiter, sandig-schottriger Wirtschaftsweg bringt uns zurück zum Ausgangspunkt.

Auch wenn der letzte Teil der Tour bei weitem nicht mit dem Aufstieg mithalten kann, so ist der Besuch des Seebensees dennoch ein unbedingt lohnenswertes Erlebnis.






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