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Auf dem Rücken zwischen Rohnenspitze und Ponten

Grenzgänger – Mehrtageswanderung & Etappenwandersteig

Vor einigen Monaten habe ich einen Blogbeitrag mit dem Titel Grenzgänger geschrieben. Dabei handelte sich sich um eine Ein-Tages-Tour vom Iseler, über Wannenjoch, Bschiesser und Ponten nach Zöblen.

Damals fand ich den Titel der Tour durchaus passend, ohne vom gleichnamigen Etappenwandersteig „Grenzgänger“ zu wissen, der auch noch durch nahezu das gleichen Gebiet führt. Nun, einige Monate später, durfte ich das Projekt des „tatsächlichen“ Grenzgänger kennenlernen.

Die Mehrtageswanderung führt links und rechts entlang der deutsch-österreichischen Grenze. Hüben Bad Hindelang mit seinen Dörfern, drüben das Tannheimer Tal und am südlichen Wendepunkt das Lechtal. Die hochalpine Tour bildet grafisch am Ende der sechs Etappen eine 8 – zugleich das Logo des Grenzgänger.

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Übersicht über die einzelnen Etappen des Grenzgänger

Etappe 1: Von Schattwald zur Willersalpe
Etappe 2: Von der Willersalpe über den Jubiläumsweg zur Landsberger Hütte
Etappe 3: Von der Landsberger Hütte zum Prinz-Luitpold-Haus
Etappe 4: Vom Prinz-Luitpold-Haus nach Hinterhornbach
Etappe 5: Über Fuchsensattel und Balkenscharte ins Giebelhaus
Etappe 6: Über die Zipfelsfälle zum Iseler
Gesamtes Streckenprofil des Grenzgänger

Impressionen

 

Im Zuge des Grenzgänger-Projekts wurden keine neuen Wege erschlossen. Vielmehr wurden bestehende Wege mit Fördermitteln erneuert und teilweise auch gesichert. Daher sind auch viele einzelne Abschnitte des Grenzgänger bereits als Tagestouren Bestandteil dieses Berg-Blogs. Das heißt auch: der Grenzgänger muss nicht zwangsläufig am Stück gegangen werden.

Wer Auf- und Abstiege nicht scheut, kann diesen Mehrtagessteig auch in einzelne Touren unterteilen. So oder so sind alle Abschnitte für sich erlebenswert. Im Gesamtpaket mit dem Erlebnis „Hüttenübernachtung“ ist der Grenzgänger sicher eine ganz besondere Erfahrung. Letztlich gibt es auch kaum eine bessere Möglichkeit abzuschalten, zur Ruhe zu kommen und sich zu erden wie in den Bergen. Auch wenn man oftmals über 2.000 Metern Höhe dem Himmel so nah ist.

Etappe 1: Von Schattwald zur Willersalpe

Vom Start- und Zielort Schattwald, im Tannheimer Tal, geht es parallel zur Wannenjochbahn nach oben. Über die Alpwiesen der bewirtschafteten Unteren Stuibenalpe geht es in Richtung des Jochs zwischen Tannheimer Tal und Allgäu.

An der Nordflanke des Bschiesser geht es auf den ersten 2.000er, bevor die Gratwanderung über den Ponten (2.045m) zum Zierleseck einen ersten Eindruck des hochalpinen Charakters der kommenden Tage versprüht. Vom Zierleseck geht es steil auf deutscher Seite nach unten. Hier wurde viel Arbeit in die Wegsanierung gesteckt, um der Erosion Einhalt zu bieten. Nach 400 Metern Abstieg steht die erste Übernachtung auf der urigen Willersalpe auf dem Programm.

Auf dem Rücken zwischen Rohnenspitze und Ponten
Am Zierleseck


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>> Hier geht es zur Detailbeschreibung der ersten Etappe <<


Etappe 2: Von der Willersalpe über den Jubiläumsweg zur Landsberger Hütte

Früh am Morgen beginnt der steile und schweißtreibende Aufstieg zum Geiseckjoch (2.057m). Den Zustieg zum ausgesetzten Rauhhorn lassen wir rechter Hand liegen und steigen ein paar Meter auf österreichischer Seite in Richtung Vilsalpsee ab, bevor die Höhenwanderung über den Jubiläumsweg beginnt.

Aufstieg von der Willersalpe zum Sattel
Früher Aufstieg von der Willersalpe zum Geiseckjoch

Unterhalb der Schrofenwände des Rauhhorn geht südwärts auf das Kugelhorn zu. In der Wanne zwischen Rauh- und Kugelhorn quert der Wegverlauf wieder auf die deutsche Seite und es geht etwa 100 Meter oberhalb des einmalig schönen Schrecksee zum Kirchendachsattel (1.927m).

Nun wendet sich der Höhenweg nach Westen auf den Saalfelder Höhenweg, in Richtung der Landsberger Hütte. Die Route verliert zunächst etwas an Höhe bevor nochmal ein Anstieg von etwa 100 Höhenmetern in Richtung des Westlichen Lachenjoch bevorstehen. Letztlich geht es hinunter auf die 1.805 Meter hoch gelegene Landsberger Hütte, am Fuße der Lachenspitze.

Schrecksee am Jubiläumsweg
Schrecksee am Jubiläumsweg

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>> Hier geht es zur Detailbeschreibung der zweiten Etappe <<


Etappe 3: Von der Landsberger Hütte zum Prinz-Luitpold-Haus

Wieder geht es in Richtung Jubiläumsweg. Zunächst auf dem vom Vortrag bereits bekannten Weg in Richtung Kalbleggspitze. Kurz vor dem 2.000 Meter hohen Gipfel, der nicht in die offiziellen Route integriert ist, geht es links ab zur Lahnerscharte. Der Jubiläumsweg ist wieder erreicht.

4,5 Kilometer leichtes Auf und Ab stehen auf dem Programm bevor der Aufstieg zum höchsten Punkt dieser Etappe, zwischen Glasfelderkopf und Kesselspitze auf dem Programm steht: der Aufstieg zur Bockkarscharte (2.162m). 230 steile Höhenmeter stehen bevor, ehe das Prinz-Luitpold-Haus in Sicht kommt. Noch stehen aber 300 weitere Höhenmeter Abstieg zwischen uns und der dritten Übernachtungsmöglichkeit auf der DAV-Hütte.

Der Jubiläumsweg
Der Jubiläumsweg

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>> Hier geht es zur Detailbeschreibung der dritten Etappe <<


Etappe 4: Vom Prinz-Luitpold-Haus nach Hinterhornbach

Der König der Allgäuer Alpen bleibt „links liegen“. Wenngleich ein zusätzlicher, eigens geplanter Etappentag die Besteigung des Hochvogel durchaus mit ins Programm nehmen könnte. Vom Prinz-Luitpold-Haus geht es südwärts auf Oberstdorfer Gemeindegebiet. Was zunächst recht gemächlich beginnt, mündet in einem anstrengenden Aufstieg zum Himmelecksattel (2.007m).

Die Aussicht auf diesem „Blumensattel“ ist dafür einmalig. Auf der anderen Seite des Oytals liegt die berühmte gotische Kathedrale: die Höfats. Unterhalb des mächtigen Großen Wilden geht es in einem weiten Linksbogen zum Hornbachjoch (2.020m) und weiter zum Kanzberg (2.009m). Nun steigen wir 900 Höhenmeter über das Jochbachtal nach Hinterhornbach ins Lechtal ab. Hier sollte man vor der Tour in einem der Gasthöfe eine Unterkunft buchen.

Rast gegenüber der Höfats
Rast gegenüber der Höfats

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>> Hier geht es zur Detailbeschreibung der vierten Etappe <<


Etappe 5: Über Fuchsensattel und Balkenscharte ins Giebelhaus

Heute geht es zurück nach Norden. Zunächst komplettiert der Aufstieg auf den Fuchsensattel (2.039m) die Umrundung des Hochvogels. Unterhalb des Kalten Winkel geht es hinüber zur Balkenscharte und von dort aus hinunter auf das Prinz-Luitpold-Haus. Auf dieser Etappe könnte man den Hochvogel ebenfalls als Gipfelziel einbauen. Aber auch ohne diesen Gipfel ist die Etappe eine landschaftlich wunderschöne Tour.

Vom Prinz-Luitpold-Haus geht es steil über das Bargündele ins Tal. Die Untere Bärgündele Alpe bietet nochmal Gelegenheit für eine Einkehr, bevor es auf der Fahrstrasse zum Giebelhaus geht. Vom Giebelhaus fährt ein Bus (letzte Fahrt im Sommer um kurz nach 18 Uhr) nach Hinterstein. Dort empfiehlt es sich bereits im Vorfeld der Tour einen Übernachtungsplatz zu buchen, zum Beispiel im Bergsteiger Hotel Grüner Hut.

Blick zum Gipfel
Blick zum Hochvogel während des Aufstiegs zum Fuchsensattel

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>> Hier geht es zur Detailbeschreibung der fünften Etappe <<


Etappe 6: Über die Zipfelsfälle zum Iseler

Zum großen Finale stehen nochmal gut 1.100 Höhenmeter Anstieg auf dem Programm. Von Hinterstein aus geht es steil nach oben. Vorbei an den überwältigenden Wasserfällen des Zipfelsbachs geht es in vielen knackigen Kehren nach oben. Erst am Ende des Waldes wird es im Gebiet der Zipfelsalpe ruhiger. Kurz nach der bewirtschafteten Alpe steigt der Weg linker Hand nochmals steil hinauf zum Gipfel des Iseler.

Auf dem Gratweg oberhalb von Oberjoch befindet sich mein ursprünglicher „Grenzgänger“. In leichtem Auf und Ab geht es über den Kühgundkopf und Wannenjoch nach Norden ins Tannheimer Tal. Hier beginnt der letzte Abstieg über die Bergstation der Wannenjochbahn hinunter nach Schattwald, wo eine ereignisreiche Woche mit knapp 85 Kilometern und 7.000 zurückgelegten Höhenmetern (offizielle Angabe) endet. Mit im Gepäck: über 1.000 wunderschöne Bilder und bleibende Erinnerungen.

Zipfelsalpe vom Gratweg zum Iseler aufgenommen
Blick zur Zipfelsalpe, vom Gratweg am Iseler

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>> Hier geht es zur Detailbeschreibung der sechsten Etappe <<


Mehr Infos zum Grenzgänger

Eine kostenlose Wanderkarte für den Grenzgänger gibt es in den Tourist Informationen im Lechtal, Tannheimer Tal, in Bad Hindelang und in Oberjoch. Die Webseite zum Projekt findest Du unter www.grenzgaenger-wandern.com und auf Facebook kannst Du auch die neuesten Updates zum Grenzgänger verfolgen: www.facebook.com/grenzgaengerwandern.

Der »Grenzgänger« ist ein Gemeinschaftsprojekt der Tourismusverantwortlichen des Tannheimer Tals, des Lechtals und Bad Hindelang sowie des Deutschen Alpenvereins (Sektion Allgäu-Immenstadt). Die Idee wurde zusätzlich durch die Europäische Union im Rahmen des Interreg-Programms gefördert.


Das Gesamtprofil

Hier die gesamte Tour in eine Karte, wobei die Strecke ziwischen Giebelhaus und Hinterstein empfehlenswerter Weise mit dem Bus zurückgelegt werden sollte.

Der Grenzgänger im Überflug

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