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Auf dem Grat, Blick auf Oberjoch, Bad Hindelang und nach Sonthofen

Grenzgänger Etappe 6 von Hinterstein nach Schattwald

Noch einmal heißt es Bergschuhe schnüren. Noch einmal geht es in die Bergwelt zwischen Allgäu und Tannheimer Tal. Noch einmal über die Grenze, bevor es auf dem Schmugglersteig zurück zum Startort Schattwald geht.

Im Bergdorf Hinterstein geht es auf die letzten Höhenmeter der unvergesslichen Grenzgänger-Etappen. Gleich zu Beginn wartet eines der Highlights der gesamten Etappenwanderung. Die Zipfelsfälle oberhalb von Hinterstein.

Der Zipfelsfall bei Hinterstein
Zipfelsfälle

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Aufstieg zur Zipfelsalpe

Am südlichen Dorfende, auf Höhe des Brunnens mit der kleinen Kapelle geht es los. Unterhalb der sogenannten Wadenwände führt ein herrlich schöner Waldweg („Sommerweg“) den Hang entlang, etwa 100 Höhenmeter nach oben. Das Rauschen des Baches wird immer lauter und schließlich ist eine kleine Brücke mit perfekter Sicht auf den großen Wasserfall erreicht. Nun wird der Weg steiler, führt aber immer noch durch den Wald.

Zunächst fast parallel zum Bach, dann etwas weiter nördlich schlängelt sich der Pfad über die ein oder anderen Wurzel- und Felsstufen nach oben. Bis zur Zipfelsalpe sind 550 Höhenmeter zu bewältigen. Erst auf den letzten Meter zur bewirtschafteten Alpe öffnet sich der Wald und gibt den Blick in das weite Rund und die Berge des ersten Tages preis.

Über den Iseler zum Kühgundkopf

Eine leckere Brotzeit auf der Zipfelsalpe unterstützt beim letzten großen Aufstieg der Grenzgänger-Tour. Hinter der Alpe führt ein breiter Fahrweg auf die Hochebene die bereits am ersten Etappentag von der gegenüberliegenden Tiroler Seite erreicht wurde. Rechts zweigt der Aufstieg zum Bschiesser ab. Linker Hand wende sich der Weg wieder nordwärts und führt über eine kleine Senke zum 350m hohen Aufstieg auf den Iseler.

In einem weiten Bogen geht es über meist freies Gelände auf den 1.876m hohen Gipfel. Dort angekommen schweift der Blick über Oberjoch, das höchste Bergdorf Deutschlands, die vorgelagerten Gipfel bis ins Allgäuer Unterland. Unterhalb des Gipfels schlängelt sich der Salewa Klettersteig nach oben.

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Zipfelsalpe vom Gratweg zum Iseler aufgenommen
Zipfelsalpe vom Gratweg zum Iseler aufgenommen

Auf dem langgezogenen Bergrücken geht es nun in östlicher Richtung hinüber zum Kühgundkopf. Ein letztes Mal über die Grenze. In leichtem Auf und Ab ist die mit 1.907m höchste Erhebung der letzten Etappe erreicht.

Abstieg über den Kühgundrücken und Wiedhag

Von nun an geht es immerzu leicht bergab über den Kühgundrücken zum Gipfelkreuz des Wannenjoch. Die Aussicht ins Tannheimer Tal und nach Oberjoch ist herrlich und zeigt, wie die vorangegangen Etappen-Tage, die wunderschöne Symbiose die dieser verbindende und Grenzen überwindende Weitwanderweg zum Thema hat.

Ab dem Gipfelkreuz wird es nochmal felsig. Auf einem schmaler werdenden Grat mit teils luftiger Aussicht zur linken und rechten Seite geht es hinunter. An einigen Stellen sind Tritte und auch Drahtseile verbaut. Wirklich ausgesetzt ist dieser Tourabschnitt aber nicht.

Auf dem Grat in Richtung Wiedhag
Auf dem Grat in Richtung Wiedhag

Knapp 300 Höhenmeter geht es auf dem nordöstlichen Ende des Bergrückens nach unten auf den Schmugglersteig. Dieser verbindet die deutsche und österreichische Seite und beinhaltet für Kinder einige Stationen mit Wissenswertem über den „Grenzverkehr“ und auch ein paar Kletter- und Rutschpartien.

Auf dem Schmugglersteig angekommen geht es rechter Hand ohne allzu großen Höhenunterschiede zur Bergstation der Wannenjochbahn. Dort bietet sich die letzet Einkehrmöglichkeit der 6. Etappe. Anschließend geht es über die Skipisten hinunter ins Tal.

Das Finale des Grenzgänger- Weitwanderwegs

Etwa 500 Höhenmeter sind im Abstieg bis ins Tal zu überwinden. Dabei schwenkt der Weg im Anschluss an die weiten Skipisten auf Aufstiegsweg des ersten Tages. Hier geht es nun auf dem fast schon gemütlich zu gehenden Forstweg hinunter zum Parkplatz der Wannenjochbahn.

Das kleine Kneippbecken direkt am Parkplatz hält eine willkommene Erfrischung für die Füße bereit, bevor der Grenzgänger mit seinen gut 80 Kilometern und etwa 6.000 Höhenmetern endet, wo er vor ein paar Tagen auch begonnen hat.


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