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Panoramablick zum Hochvogel und dem weiteren Wegverlauf unter der Lärchwand

Grenzgänger Etappe 3 von der Landsberger Hütte zum Prinz-Luitpold-Haus

Das Herzstück des Grenzgänger steht auf dem heutigen Etappen-Plan. Es geht von der Landsberger Hütte westwärts und dann in Richtung Süden zum Prinz-Luitpold-Haus.

Auf der offiziellen Etappenbeschreibung stehen an Tag drei 12,3km, 724 Höhenmeter im Auf- und 681 Höhenmeter im Abstieg auf dem Plan. Die Etappe ist mit 6 Stunden ausgeschrieben. In meinem Routenplaner (ich verwende komoot) kommen leicht andere Höhenmeter heraus. Hier differieren die verschiedenen Online-Kartendienste immer etwas. Aber egal ob der ein oder andere Höhenmeter mehr: sicher ist, dass mit dem Herzstück des Grenzgänger eine der schönsten Tagesetappen auf der Tagesordnung steht. Die Höhenmeter sind dabei kaum spürbar. Die landschaftlich einmaligen Eindrücke umso mehr.

Der Blick zum mächtigen Hochvogel
Der Blick zum mächtigen Hochvogel

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Von der Landsberger Hütte zur Lahnerscharte

Von der Landsberger Hütte geht es zunächst auf einem altbekannten Wegabschnitt los. Es geht wieder zurück zum Kastenjoch, was am Morgen des 3. Tages den Aufstieg zum Westlichen Kastenjoch mit sich bringt. Die ersten 150 Höhenmeter bergauf. Anschließend fällt der Weg leicht unterhalb der Steinkarspitze, bevor er in einem großen Bogen zum Kastenjoch auf 1.865m Höhe führt.

Hier beginnt ein neuer, unbekannter Wegabschnitt. Der Weg führt unterhalb der 2.000m hohen Kableggspitze vorbei um anschließend auf der Seite des Schwarzwassertals um Kälbelespitze (2.000m) und Kastenkopf (2.129m) herum auf die Lahnerscharte zu treffen. Der höchste Punkt der Scharte steht nicht auf dem Plan. Mit einem kurzen Abstecher auf die Scharte lässt sich aber noch ein herrlicher Blick auf den Schrecksee erhaschen, und auf den Weg des gestrigen Tages.

Blick auf den Schrecksee, dahinter das Rauhhorn
Blick auf den Schrecksee, dahinter das Rauhhorn

Nachdem der Zustieg zur Lahnerscharte vorwiegend westwärts verläuft, wendet sich der Weg nun wieder südwärts und führt auf dem Jubiläumsweg weiter.

Auf dem Jubiläumsweg zur Lärchwand

Wie man dem Höhenprofil der Etappe entnehmen kann, geht es nahezu den gesamten Tag in leichtem Auf und Ab dahin. Kaum spürbar werden dabei die ein oder anderen Höhenmeter gemacht. Alles in Allem ist es aber eine sehr entspannte Tour die immer zwischen einer Höhe von 1.800m und 1.900m pendelt.

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Blick zurück zur Querung unterhalb der Schänzlespitz
Blick zurück zur Querung unterhalb der Schänzlespitz

Von der Lahnerscharte erreicht man nach einem guten Kilometer da weite Kar unterhalb der Schänzlespitz. Hier kann man häufig ganze Rudel an Gemsen beobachten. Befinden sie sich im Fluchtmodus, dann sollte man auch die Felswände der Schänzlespitz im Blick behalten. Hier treten sie oft loses Gestein zu Tal!

Das Felsenband unter dem Schänzlekopf
Das Felsenband unter dem Schänzlekopf

Ein herrliches Panorama in die Lechtaler Berge und in Richtung Hochvogel ist nahezu den gesamten Tag ein treuer Begleiter. Hinter der Schänzlespitz geht es zunächst durch ein kleines Latschenfeld, bevor ein Felsband unterhalb des Schänzlekopf herum führt. Ein Bild und ein Streckenabschnitt wie aus den Dolomiten. Nach einem kurzen schottrigen Aufstieg geht es auf einem mit Latschen durchsetzen Wiesenhang weiter in Richtung Notländ.

Hier befindet sich ein Notabstieg in Richtung Giebelhaus, der zugleich einen wunderschönen Aufstiegsweg hier herauf markiert: der Erzstieg. Er bietet sich zum Beispiel als alternativer Zustieg zum Prinz-Luitpold-Haus, aber auch zum Schrecksee an.

Felsiger Einschnitt des Reitgehrenbachs
Felsiger Einschnitt des Reitgehrenbachs

Hinter dem Notabstieg geht es noch ein paar Meter über die weiten Wiesenhänge, bevor ein kurzer felsiger Abstieg erfolgt. Ein paar Drahtseile und Tritte unterstützen beim kurzen Abschnitt bergab zur Querung des Reitgehrenbachs. Der kleine Gebirgsbach selbst bietet eine willkommene Erfrischung an heißen Sommertagen.

Die Hänge fallen nun wesentlich steiler in Richtung Schwarzwassertal ab. Der Weg ist aber gut und fest im Hang eingegraben. Zudem sind in der nun folgenden Lärchwand zahlreiche Eisentritte und auch Drahtsicherungen angebracht. Unterschätzen sollte man diesen Wegabschnitt aber dennoch nicht. Der gesamte Weg befindet sich schließlich in hochalpinem Gelände.

Über die Bockkarscharte zum Prinz-Luitpold-Haus

Hinter der Lärchwand geht es immer noch auf grünen Wiesenhängen um die Ostwände des Glasfelderkopf, bevor es zunehmend felsiger wird. Der größte Aufstieg des Tages steht an. Es geht etwa 250 Höhenmeter nach oben zur Bockkarscharte. Der größte Teil des Aufstiegs befindet sich dabei in felsigem Terrain.

Zunächst geht es am rechten Rand der Schotterrinne auf grobem Untergrund in einigen Kehren nach oben. Dann folgen zahlreiche Stufen im Fels, immer wieder gespickt mit dem ein oder anderen Tritt aus Eisen. Schließlich führen wieder Kehren in grobem Schotter hinauf auf die 2.164m hohe Scharte. Das Gelände ist nicht sonderlich ausgesetzt. Die Höhe um 2.000m einerseits, aber auch die Steilheit des Geländes gestalten diesen Aufstieg zum Ende der Etappe aber doch recht mühsam.

Blick von der Bockkarscharte zum Prinz-Luitpold-Haus
Blick von der Bockkarscharte zum Prinz-Luitpold-Haus

Auf der Bockkarscharte angekommen kann man bereits das Prinz-Luitpold-Haus sehen. Zwischen Glasfelderkopf und Kesselspitz beginnt der nun wieder grüne Abstieg. Wie gewonnen, so zerronnen. Der schöne Höhengewinn wird mit dem Abstieg von knapp 300 Metern wieder vollkommen zunichte gemacht. Unddennoch hat man im Verlauf des Weges wiederum einen herrlichen Panoramablick in die umliegende Bergwelt.

Das Prinz-Luitpold-Haus und der kleine Bergsee links
Das Prinz-Luitpold-Haus und der kleine Bergsee links

Rechter Hand die Hintersteiner Berge mit dem Giebel oder auch das Panorama auf den Hindelanger Klettersteig und das Daumen-Massiv. Geradeaus der in welligen Steinschichten aufgeworfene Gipfel des Wiedemerkopfs der über dem heutigen Nachtquartier wacht (Infos und Kontaktdaten zum Prinz-Luitpold-Haus findest Du hier).

Das Prinz-Luitpold-Haus
Das Prinz-Luitpold-Haus, dahinter die Bockkarscharte

Im Verlauf des Abstiegs sieht man linker Hand bereits einen Teil des Weges der 5. Etappe. Den Abstieg von der Balkenscharte hinunter zum Prinz-Luitpold-Haus. Bis es aber soweit ist, dass dieser Weg begangen wird, sind noch einige Höhenmeter und Streckenkilometer zu bewältigen.


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