Erfahrungsbericht: Der wasserdichte ORTLIEB Atrack Rucksack [Werbung]

Wenn es um Rucksäcke geht bin ich echt eingefahren. Wenn ich mal einen habe, dann wird der bis zum bitteren Ende verwendet. Als ich gefragt wurde, ob ich den Atrack von ORTLIEB testen würde war ich als altes Gewohnheitstier zunächst mal nicht wirklich „hin und weg“. Aber das sollte sich ändern.

Mit ORTLIEB habe ich immer wasserdichte Packtaschen für Biketouren verbunden. Und so kam auch der Kontakt zu ORTLIEB zustande. Ich war auf der Suche nach praktischen und wasserdichten Packtaschen für ein- und mehrtägige Mountainbiketouren. Dass auch Rucksäcke für Bergtouren inzwischen zum umfangreichen Repertoire des Heilsbronner Unternehmen zählen war mir neu.

Nach einigen Gesprächen willigte ich ein, den neuen Atrack zu testen und bekam den Rucksack zu diesem Zweck kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Skepsis in Anbetracht meines neuen Begleiters war zunächst gross. Ein Rucksack ist schließlich wie ein Freund, mit dem man seit ewigen Zeiten in die Berge geht. Man kennt sich. Man kennt seine Macken und die positiven Seiten.

In der Starzlachklamm
In der Starzlachklamm

Von treuen Begleitern und fremden Neuheiten

Der ORTLIEB Atrack war für mich erst einmal ein Fremder, den ich im Laufe der Zeit mehr und mehr kennen und schätzen gelernt habe.

Das Besondere des Atrack ist auf den ersten Blick hin sichtbar. Der Rucksack verfügt weder über eine Deckeltasche, noch über eine Öffnung an der Oberseite, wie man sie bei einem herkömmlichen Rucksack erwarten würde. Der Reißverschluss befindet sich am Rücken, zwischen den Polstern die auf Schulter und Hüfte anliegen.

Der wirklich große, gummierte Reißverschluss geht einmal komplett von oben nach unten durch. Das bedeutet, man kommt nach dem Öffnen jederzeit schnell an alle eingepackten Dinge ran. Im Gegenzug musste ich mich zu Beginn erst einmal mit der neuen „Packfreiheit“ anfreunden. Aber im Prinzip ist das wie bei allen herkömmlichen Rucksäcken auch, das Schwere zu unterst und in Rückennähe. Alles andere wird aufgefüllt. Der Zipper ist gross und griffig.

Richtig gepackt und alles dabei

Die Tatsache dass der Atrack von ORTLIEB keine verschließbare Deckel- oder Außentasche hat, hat mich zunächst auch vor „Probleme“ gestellt. Stichwort Gewohnheitstier. Kleinigkeiten und Dinge an die man schnell mal ran muss finden aber in den Netzen links und rechts des Rucksacks bzw. in den beiden kleinen Taschen am Hüftgurt Platz. Diese lassen sich auch mit einem Reißverschluß verschließen.

Ich habe den 45 Liter Rucksack getestet, den es auch in einer Ausführung mit 25 oder 35 Liter gibt. Persönlich empfehle ich die Größe nach dem tatsächlichen Einsatzzweck zu wählen, wenngleich sich Umfang und Volumen des Rucksacks durch Kompressionsgurte verringern lassen. Ich wollte den Rucksack aber einerseits auf den Mehrtagestouren des Grenzgängers, andererseits auch im Schnee testen. Dort benötigt der Inhalt mit Winterjacke und diversen Baselayern deutlich mehr Volumen. Daher die große Ausführung des Atrack.

Was bei meinen Touren noch dazu kommt: jede Menge Foto-Equipment. Und das ist bekanntlich nicht so gut auf Wasser zu sprechen (außer meine Gopro). Und da komme ich gleich zum unschlagbaren Argument pro Atrack: der Rucksack ist vollkommen wasserdicht und schützt entsprechend den für mich so wertvollen Inhalt. Davon konnte ich mich im Frühjahr bei extremen Regenfällen an der Starzlach überzeugen. Auch im Schnee, kurz vor Start der Sommersaison an der Mindelheimer Hütte, war mein Inhalt gut geschützt.

Kleinkram findet in den vier mit einem Reißverschluss bestückten Innentaschen Platz. So findet man Schlüssel, Bargeld oder sonstige Kleinigkeiten schnell wenn man sie benötigt.

Das einzige Wasser das sich im Rucksack befindet ist die mit 2 Litern gefüllte Trinkblase. Dieses Zusatzequipment macht durch aus Sinn, will man nicht ständig den Rucksack aufmachen, um an sein Getränk zu kommen. Die Trinkblase verfügt über eine große Öffnung zum leichten Befüllen und Reinigen und wird, zusammen mit einer Isolierttasche, über einen Clip im Innern des Rucksacks eingehängt. Den Schlauch kann man beim Wechsel getrost am Rucksack belassen Er wird mit einem speziellen Verschluss an der Trinkblase abgeclipt, wobei die Trinkblase auch in diesem Fall dicht bleibt.

Gut trägt sich…

Soviel zum Inhalt des Rucksacks. Einmal gepackt muss er aber auch irgendwann auf den Rücken. Und gleich vorweg: der in der Mitte der Rückenpartie angebrachte Reißverschluss stört keineswegs. Die beiden dicken Schulter- und Rückenpolster lassen ihn mehr oder minder gänzlich verschwinden.

Die Poster hingegen fühlt man sehr wohl. Und zwar im positiven Sinne. Der Rucksack liegt angenehm im Bereich der Schultern und Hüfte auf. Über ein einfaches Verstellsystem kann man sich den Rucksack zudem in der Größe an seine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Ich bin mit meinen 1,91m irgendwo zwischen L und M bei der Einstellung. Somit ist der Rucksack auch für große Menschen sehr gut geeignet.

Mein absolutes Lieblings-Feature in Sachen perfekter Sitz ist aber das hier: Die Hüftflossen können nicht wie bei den meisten Rucksäcken über einen Zug in der Größe verstellt und an der Hüfte angepasst werden. Nein. Der Atrack verfügt über zwei dieser Züge. Und diese sind links und rechts, seitlich an den Hüften angebracht.

Dadurch legt sich der Rucksack perfekt an die Hüften an und der Schulterbereich wird entlastet. Ein Feature dass ich in der Form bei noch keinem meiner Rucksäcke gesehen oder wahrgenommen habe. Apropos Schulter: die Tragegurte sind bequem und schneiden auch bei längeren Tragezeiten nicht ein. Eine 25 Kilometer-Tour (Etappe 4 und 5 des Grenzgängers an einem Tag) sind der ultimative Beweis für mich.

Auf dem Karwendelsteig, inmitten der Felswände, könnte ich mich zudem von der Robustheit des Außenmaterials überzeugen.

Nützliche Helfer

Der Rucksack kommt in seiner Standardausführung erst einmal „nackt“ daher. Seitentaschen, Hüfttaschen und Kompressionsgurte, die auch die Wanderstöcke aufnehmen können ja. Den Rest kann man nach Bedarf anbauen. Neben der bereits beschriebenen Trinkblase (die sich Dank ihrer großen Öffnung gut reinigen lässt), gibt es auch noch weitere sogenannte Gears. Mit denen lassen sich zum Beispiel Helme oder ich weitere Gerätschaften wie Tourenskier am Rucksack befestigen.

Wenn ich für den Atrack noch einen Wunsch frei hätte, so wäre es wohl dieser: Am linken Tragegurt befindet sich ein kleines Band mit dem ORTLIEB-Logo. Das wäre ein paar Zentimeter weiter unten für mich besser aufgehoben, da ich dann auch ab und an meine Sonnenbrille einhängen könnte. Aber wenn das alles ist….

Mein Fazit zu den Erfahrungen mit dem ORTLIEB Atrack

Nach meinen verschiedenen Touren mit dem Atrack kann ich nur sagen: wer einen bequemen, wasserdichten Begleiter auf seinen Touren dabei haben möchte, der liegt mit dem Atrack goldrichtig.

Da ich immer wieder zwischen dem Atrack und meinem herkömmlichen Begleiter wechsle, fällt mir das Handling in der Frage „Wo verstaue ich was?“ nach wie vor etwas schwer. Daher auch der ein oder andere sehr subjektive Punktabzug in der Bewertung.

Mit dem Ortlieb Atrack auf Tour
Mit dem ORTLIEB Atrack auf Tour

Alles in Allem gefällt mir am ORTLIEB Atrack seine Schlichtheit und das KO-Argument der Wasserdichtigkeit. Gerade auf meine Skitouren im Winter freue ich mich jetzt schon und hätte mir den Atrack bereits für meine Nockberge-Skidurchquerung im Januar gewünscht.


Sponsored Post: Im Rahmen des Outdoor Blogger Codex weise ich darauf hin, dass mir der Atrack von ORTLIEB für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Die Bewertung und der gesamten Blogeintrag spiegelt aber ausschließlich meinen persönlichen Eindruck wider. So kommt letztlich auch meine Bewertung dieses Rucksacks am Ende des Beitrags zustande. Falls es Dich interessiert wie ich teste und nach welchen Kriterien ich bewerte. Einen Einblick in diesen Teil meiner Blogger-Arbeit findest Du hier.


How to… das Handling des ORTLIEB Atrack

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Ortlieb Atrack Rucksack

199,99
9.6

Robust

10.0/10

Wasserdicht

10.0/10

Tragekomfort

10.0/10

Handling beim Packen

8.5/10
Verfolgen Björn von Bergtouren-im-Allgäu.de:

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4 Antworten

  1. Alexander

    Da du in deinem Bericht den Transport von Kameraausrüstung erwähnt hast, hätte ich hier noch eine kleine Frage: ist es aus deiner Sicht möglich den Rucksack (wie bei vielen Kamerarucksäcken mit Rückenzugriff) nach vorne zu schwenken und dann sozusagen einen Bauchladen zu haben (sehr praktisch z.B. zum Objektivwechseln)? Wie verstaust du dein Equipment im Rucksack? Meinst du, dass ein Kamerainlet gut im Rucksack nutzbar wäre (z.B. von f-stop)?
    Danke für die Infos und Grüße ins Allgäu

    • Björn von Bergtouren-im-Allgäu.de

      Hallo Alexander, ich verstehe was Du meinst. Das ist leider nicht möglich, da die einzige Öffnung auf dem Rücken ist. Der große Reißverschluss zwischen den beiden Rückenpolstern. Ein Inlet lässt sich sicher gut platzieren. Aber für den schnellen Zugriff (wie Du ihn vermutlich suchst) ist auch das keine Lösung. Hier würde sich eher eine externe Kameratasche anbieten, die bei Regen dann auch sicher im Atrack verstaut werden kann. Viele Grüße, Björn

  2. Sonja

    Was für Zubehör gibt es denn für den atack st, den habe ich mir bestell und verkaufe auch bei uns im Laden Ortlieb Artikel …
    Und wo bekommt Frau den so ein t-Shirt

    • Björn von Bergtouren-im-Allgäu.de

      Hallo Sonja, es gibt zum Beispiel das Gear Set mit dem Du unter anderem Tourenski befestigen kannst. Außerdem eine Art „Netz“ für (Klettersteig-)Helme. Und natürlich die Trinkblase mit Thermohülle. T-Shirt? Da bin ich überfragt. LG Björn

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