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Durch das Wildental auf die Mindelheimer Hütte

Die Mindelheimer Hütte liegt im Übergang zwischen dem Oberallgäu und dem Kleinwalsertal auf 2.058m Seehöhe. Der Zustieg ist über verschiedene Wege aus verschiedenen Tälern möglich. Der Aufstieg über das Wildental ist sicherlich einer der schönsten und direktesten Aufstiege zur Alpenvereinshütte. Konditionell nicht sonderlich schwer, erfordert dieser Aufstieg im letzten Teil Trittsicherheit.

Diese Bergtour lässt sich in drei vollkommen unterschiedliche Abschnitte unterteilen. Der erste Abschnitt führt sanft und einfach durch das Wildental bis zur Fluchtalpe.

Es folgt ein herrlicher Anstieg durch grünes Buschwerk, vorbei an einem Wasserfall ins obere Tal. Nun wird es steinig und felsig und der Weg schlängelt sich steil hinauf ins Reich der Steinböcke, bevor er von der Kempter Scharte ab zur Mindelheimer Hütte abfällt.

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Durch das Wildental

Die Bergtour beginnt im Kleinwalsertal. Genauer gesagt bei Mittelberg. Es gibt mehrere gebührenpflichtige Parkplätze. Der letzte ist der am Gasthof Bergheim, der nach einem kurzen Stück Schotterweg erreicht ist (4€/Tag). Von hier an geht es auf einem breiten Alp- und Wirtschaftsweg leicht ansteigend auf den ersten Teil der Tour. Die Untere Wiesalpe liegt als erstes auf dem Strecke. Auf Rückweg kann man hier den Tag und Tour gemütlich bei einer deftigen Brotzeit mit selbst hergestelltem Ziegenkäse ausklingen lassen.

Bis zur Inneren Wiesalpe geht es noch ein paar Meter bergauf, bevor es nahezu ebenerdig in Richtung Fluchtalpe geht. Schon von der Weite erkennt man gut den Wasserfall über den der spätere Aufstieg erfolgen wird. An der Fluchtalpe geht links hinauf in Richtung Fiderepasshütte. Der Weg ins obere Wildental und zur Mindelheimer Hütte führt unterhalb der Alpe weiterhin geradeaus.

Aufstieg zur Hinteren Wildenalpe

Nach diesem einfachen Weg folgt der zweite Abschnitt der Tour. Der Aufstieg ins Obere Wildental. Von nun an führt ein schmaler Bergpfad nach oben. Zunächst geht es über Alpwiesen nach oben. Eine hölzerne Brücke quert den Wildbach, bevor sich der Weg in Serpentinen deutlich steiler nach oben schlängelt.

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Schließlich geht es durch Buschwerk auf lehmigem, steinigem Untergrund nach oben und dem Wasserfall entgegen. Kurz vor dem Wasserfall wendet sich der Weg nach rechts und führt über eine kurze felsige Passage weiter hinauf. Die meist nassen Felsen sind mit Eisentritten versehen, was etwas mehr Halt auf dem sonst rutschigen Untergrund bietet.

Der Blick zurück reicht über die Fluchtalpe in Richtung Mittelberg und das unverwechselbare Gottesackerplateau. Etwas weiter oben, auf der Stufen zum Oberen Wildental, taucht das Dach der kleinen weißen Alphütte auf. Das nächste Etappenziel ist erreicht. Vor der Hütte sprudelt ein Brunnen mit frischem Quellwasser. Es geht anschließend ohne großen Höhenunterschied durch das Hochtal und abermals über den Wildenbach.

Aufstieg ins Reich der Steinböcke

Hier beginnt der dritte und letzte Abschnitt dieser Bergtour. Nach dem Bach geht es in einem breiteren Schotterfeld, das schließlich schmäler wird und in einen einzelnen Pfad endet, nach oben. Sobald der Schotter überwunden ist, wird es wieder griffiger und weit weniger anstrengend. Dennoch geht es von nun an bis zur Scharte durchweg steil und direkt nach oben. Der Untergrund wechselt bald auf Fels. Geht man den Weg mehrere Jahre hintereinander, so kann man erkennen wie sich der Berg verändert. Und mit ihm der Aufstiegsweg.

An der ein oder anderen Stelle unterstützen Drahtseile im Aufstieg. Auf schmalen Bändern geht es durch den Fels weiter nach oben. Der Blick über das Obere ins Untere Wildental und weiter in Richtung Mittelberg ist grandios. Erst kurz vor Ende des Aufstiegs wird es für ein paar Meter flacher. Noch eine letzte Stufe hinauf zur Scharte und es ist geschafft.

Nicht selten sieht man junge Steinböcke zur linken Seite der Scharte, von der aus es zum Kempterle und weiter zum Mindelheimer Klettersteig geht. Rechts unterhalb sieht man schon die Mindelheimer Hütte mit den vier Gebäuden. Von nun an geht es nurmehr leicht bergab. Auch auf diesem Stück des Weges lohnt es sich die Augen auf zu halten. Zur linken wie zur rechten Seite kann man meist Steinböcke beobachten.

Gehen oder bleiben?

Nach einer gemütlichen Einkehr auf der DAV-Hütte geht es im Anschluss auf demselben Weg wieder zurück. Alternativ kann man auch in Richtung Geißhorn gehen und über das Gemstel absteigen. Allen die eine größere Mehrtagestour planen stehen auch der Krumbacher Höhenweg oder der Mindelheimer Klettersteig zur Verfügung. Bei beiden Varianten kann man wieder zur Fluchtalpe absteigen und gelangt direkt zurück zum Ausgangspunkt.

Die Aussicht während des Aufstiegs genießen
Die Aussicht während des Aufstiegs genießen

Strecken- und Tourenprofil

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