Die Drei Zinnen vom Paternkofel aus aufgenommen

Paternkofel-Klettersteig (Klettersteig bei den Drei Zinnen)

Vor der prächtigen Kulisse der Drei Zinnen geht es von der Drei-Zinnen-Hütte über den Innerkofler Steig auf den Paternkofel und weiter über den Schartenweg zum Rifugio Lavaredo.

Wer zum ersten Mal vor den mächtigen Drei Zinnen steht wird von diesem steinernen Monument begeistert sein. Ein Anblick den man nie wieder vergisst. Rund um die Drei Zinnen bietet sich Klettersteig-Begeisterten ein El Dorado an Steigen jeglichen Schwierigkeitsgrads. Der alte Kriegssteig auf den Paternkofel (auch Innerkoflersteig genannt) gehört zu den einfacheren Steigen, wenngleich auch ein kurzer Abschnitt mit C ausgewiesen wird. Der erste Teil der Tour ist von Stollen geprägt. Hier wird zwar kein Kletter-Können abverlangt, dennoch hat der Aufstieg in teils absoluter Dunkelheit über die alten Stufen schon etwas beklemmend anregendes an sich. Also unbedingt Stirnlampe einpacken!

Durch den Berg zur Gamsscharte

Eingang zum Paternkofelsteig
Eingang zum Paternkofelsteig

Von der Hütte aus geht es, den Schildern der „alten Kriegssteige“ folgend, südöstlich zum Einstieg in die Steiganlage. Direkt vor dem Eingang zum ersten Stollen heißt es Gurtzeug anlegen, Helm auf und Stirnlampe an. Los geht die Reise durch das Innere des Berges. Schier unvorstellbar, unter welchen Bedingungen diese Stollen in den Fels gesprengt wurden und was sich hier vor etwa 100 Jahren abgespielt haben muss. Dann und wann dringt Licht von außen durch Fenster in das Stolleninnere.

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Stollenanlage am Paternkofel
Stollenanlage am Paternkofel

Erst sobald das Tageslicht wieder erreicht ist (etwa 500m nach dem Einstieg in den Stollen) beginnt der eigentliche Klettersteig. Linker Hand führt ein Weg über ein Geröllfeld zurück zur Drei-Zinnen-Hütte. In leichter Kletterei und gut gesichert geht es hinauf zur sogenannten Gamsscharte.

Aufstieg auf den Paternkofel-Gipfel

Nun gabelt sich der Weg. Links auf den Schartenweg, und rechts hinauf auf den Gipfel des Paternkofel. Es folgt die schwierigste Stelle, eine steile Stufe an der Felswand, bevor die Tour rechter Hand in leichtere Kletterei übergeht. Der obere Abschnitt des Weges ist nicht mehr gesichert, aber auch nicht ausgesetzt. Auf dem breiten Rücken geht es hinauf zum beeindruckenden Gipfelkurz und zu dem noch beeindruckenderen Rundumblick mit den Drei Zinnen als Highlight.

Gipfelkreuz des Paternkofel
Gipfelkreuz des Paternkofel

Der Abstieg erfolgt zunächst auf demselben Weg, wobei die steile Stufe diesmal von der anderen Seite her (Abstiegsweg) erreicht wird. Das entzerrt zumindest einigermaßen den teils großen Andrang auf dem Klettersteig.

Wir waren zum Ende der Saison auf dem Paternkofel. Die Drei-Zinnen-Hütte hatte die Woche zuvor geschlossen, weshalb auch, trotz des guten Wetters, relative wenig Leute auf den Steigen unterwegs waren. Die Masse der Menschen konzentrierten sich auf den Bereich zwischen Rifugio Auronzo und Paternkofel-Sattel.

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Der Schartenweg

Weiterweg nach dem Paternkofel
Über die Felsbänder des Schartenwegs
Auf dem Weg zur Büllelejochhütte, Blick zurück Richtung Paternkofel (Bildmitte)
Auf dem Weg zur Büllelejochhütte, Blick zurück Richtung Paternkofel (Bildmitte)

Von der Gamsscharte kann man an der Flanke des Paternkofel in Richtung Paternkofel-Sattel absteigen. Wir haben uns für den Schartenweg entschieden, eine relativ leichte Weiterführung der Klettersteig-Runde. Also an zuvor beschriebener Scharte links zunächst auf einem Felsband und über eine hölzerne Brücke in Richtung Büllelejoch. Ein Genuss inmitten dieser einmaligen Felslandschaft.

Vom Joch aus geht es einige Meter bergab bevor eine letzte Scharte abgeklettert werden muss. Auf der anderen Seite nochmals über eine Leiter nach oben und der technische Teil der Tour ist geschafft. In einem weiten Rechtsbogen geht es über Schotter und Gras in Richtung Rifugio Lavaredo.

Die Topo mit den verschiedenen Schwierigkeiten des Paternkofelsteigs findest Du auf via-ferrata.deWeitere Bilder zu diesem Klettersteig findest Du, zusammen mit einigen 3D-Aufnahmen, im „kleinen Reisebericht“ über die Klettersteige an den Drei Zinnen.

Karte zur Tour über den Paternkofel-Klettersteig und den Schartenweg

Unterkunft an den Drei Zinnen

Am Lago di Misurina
Am Lago di Misurina

Nachdem das Rifugio Auronzo bereits ausgebucht war (von hier aus geht es nahezu gemütlich in direkt in Richtung Paternkofel-Sattel), haben wir uns am Lago di Misurina im Grand Hotel Misurina eingebucht. So spät in der Saison waren die Alternativen etwas „mau“. Die Anfahrt zum Pass in Richtung Rifugio Auronzo liegt quasi um die Ecke. Die Gebühr für die Auffahrt beträgt 25,00€/PKW. Das Frühstück haben wir nur am Abreisetag genutzt, da wir immer zum Sonnenaufgang oben am Pass waren. Abendessen empfehlenswerter Weise in der Pizzeria Quinz, einige Meter über die Strasse. Dort bieten sich auch Übernachtungsmöglichkeiten. Die Lage direkt am See war optimal um am Abend noch einen kleinen Rundgang zu machen. Wunderschön, wenn die umliegenden Berge sich im klaren Wasser spiegeln.

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