Colodri-Klettersteig (Gardaseeberge)

Eingetragen bei: Blog, Steige/Klettersteige, Südtirol | 2

Der Klettersteig auf den Colodri ist nicht zuletzt aufgrund seiner Talnähe äußerst beliebt. Von der Innenstadt von Arco erreicht man den Einstieg in nördlicher Richtung, direkt gegenüber dem Schwimmbad.

Ein kleiner Fitnessparcour und der ein oder andere Übungskletterfelsen, die sich hier im Schatten von Buschwerk und kleineren Bäumen angesammelt haben, bilden den Rahmen des Zustiegs. In etwa 20 Minuten sind die Anseilstelle und die ersten Drahtseile erreicht.

Alles in allem muss man für den folgenden, mit B/C gekennzeichneten Klettersteig, etwa eine Stunde einplanen. Die 190 Höhenmeter laden auch zu einer Nachmittagsrunde, beispielsweise am Anreisetag ein. Da der Steig jedoch viel begangen wird, ist der Helm in jedem Fall goldwert.

Anzeige:
Im Mittelteil des Colodri-Steigs
Im Mittelteil des Colodri-Steigs

Leichtes, gestuftes Gelände mit einfacher Schrofenkletterei bildet den Auftakt des Eisenwegs auf den 400m hohen Colodri. Die ersten Höhenmeter, mit mehr A als B im Schwierigkeitsgrad, sind schnell bewältigt. Nach einer kurzen Gehpassage (teils ohne Sicherung) erreicht man eine mit Klammern gesicherte Platte. Der Fels ist aufgrund der starken Beanspruchung an vielen Stellen schon glatt geschliffen. Die Klammern bieten jedoch hervorragenden Halt.

Auf einem schrägen Band geht es, immer noch in leichter Kletterei, nach oben, bevor eine Platte stieg nach oben in Richtung Schlussanstieg führt. Noch eine letzte klettrige Passage, und der finale Aufstieg auf das karstige, ausgewaschene Plateau unterhalb des Gipfels ist erreicht. Klammern unterstützen beim kurz etwas steiler werdenden Finale (B/C), bevor man unvermittelt am Ausstieg des Steigs steht.

Der Schlussanstieg auf das Karstplateau
Der Schlussanstieg auf das Karstplateau

Auf dem flachen Bergrücken angekommen, geht es rechter Hand zum Gipfel. Zunächst bringt uns ein grob schottriger Pfad zu großen Felsblöcken, die hinauf zum nachts beleuchteten Gipfelkreuz führen. Die Aussicht in Richtung  der Burg von Arco und dem Nordende des Gardasees mit den Steiganlagen auf Cima Rocca und Cima SAT ist einmalig. Über einen dicht bewaldeten Pfad geht es im Anschluss zunächst nordwärts, dann in einem Linksbogen zurück in Richtung Arco. Gegen Ende der Tour lässt sich auch die Burg in die Route mit einplanen. Oder man steigt direkt in das schöne Städtchen ab und genießt das Flair in den schmalen Gassen bei einem kühlen Getränk.

Blick vom Karstplateau auf Arco und die Burg
Blick vom Karstplateau auf Arco und die Burg
Das Gipfelkreuz des Colodri
Das Gipfelkreuz des Colodri
Die Topo zur Tour gibt es auf Via-Ferrata.de.

Nützliches Helferlein wenn mal keine Karte zur Hand ist

Steinmandl mit Maps3D

Beim Abstieg haben wir uns zunächst ein wenig „verfranst“.

Fälschlicherweise sind wir vom Gipfel zurück zum Ausstieg des Klettersteigs gegangen, weil wir dort eine Verbindung in Richtung der Burg von Arco vermuteten. Weit gefehlt. Karte hatten wir natürlich auch keine dabei. Zumindest nicht in gedruckter Form.

Allerdings half uns die Offline-Karte über Maps3D weiter und zeigte uns eine Abkürzung über einen kleinen, teils versicherten Pfad über das Karstplateau in Richtung Westen. Immer wieder hilfreich, wenn man auf die App zurückgreifen kann.

Die Vorstellung der App gibt es übrigens hier im Blog.

Anzeige:

2 Responses

  1. Dirk Völkel

    Das mit dem „Helm ist Gold wert“ kann man trotz der geringen Schwierigkeit nur unterstreichen: unmittelbar bevor wir 2017 in Arco waren, ist am Colodri ein Deutscher durch Steinschlag ums Leben gekommen.

    • Björn

      Absolut Dirk!
      Wobei auf jedem Steig die komplette Ausrüstung dabei sein sollte. Hatte selber mal ein Steinschlagerlebnis am Salewa Klettersteig. Kann jederzeit passieren. Viele Grüße
      Björn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.