Capanna Grassi

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Das Ausflugslokal Cappana Grassi liegt, ähnlich wie San Giovanni al Monte, auf 1.050m Höhe im Tenno Gebirge. Auf der normalen Fahrstrasse zum Lago di Tenno und weiter über Campi ist die Auffahrt relativ unproblematisch. Da wir aber dem bisweilen starken Verkehr auf dieser Route diesmal entgehen wollten, haben wir uns für eine, sagen wir „sportlichere“ Variante entschieden.

Ich kannte den ersten Teil der Strecke durch den Zu- bzw. Abstieg vom Klettersteig Via Dell‘ Amiciziana auf den Cima SAT. Daher war mir wohl bewusst, dass es mitunter steil bergauf gehen würde. Dass der Radcomputer aber 30 Steigungsprozente zur Anzeige bringen würde, hätte ich irgendwie nicht gedacht. Von den irrwitzigen 52% bei Kilometer 2,76 im unten angefügten Streckenprofil ganz zu schweigen.

Aussicht von der Bastione auf Riva del Garda
Aussicht von der Bastione auf Riva del Garda

Über die Bastione oberhalb Riva del Garda steil nach oben

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Wir waren in Arco untergebracht. Somit stand zunächst die Anfahrt in Richtung Riva del Garda auf dem Programm. Die eigentliche Tour beginnt aber in Riva del Garda, am Parkhaus oberhalb des Hafens. Hier führt ein gepflasterter Weg in vielen kleinen Kurven hinauf zur Bastione. Enge Kehren und die schon zu Beginn schöne Steigung werden durch den wunderschönen Blick auf das Gardasee-Örtchen wett gemacht.

Bereits auf halbem Weg zur Bastione könnte man rechts ab die Strecke etwas abkürzen. Die Fahrt bis zur Bastione lohnt sich aber alleine schon wegen des Ausblicks. Schnell gewinnt man an Höhe. Der zunächst noch mit runden Steinen gepflasterte Weg wird schließlich zu einer komplett betonierten Rampe. Das Gute an den knackigen 30-Prozent-Passagen: es folgen immer wieder „flachere“ 20% Abschnitte in denen man fühlt sich plötzlich „sauwohl“ fühlt.

Im Anstieg, Blick zurück auf Riva del Garda
Im Anstieg auf den asphaltierten Abschnitten, Blick zurück auf Riva del Garda

Es wird flacher und trailiger

Ich hatte mich zwar auf die steilen Rampen schon geistig vorbereitet. Wenn man dann aber tatsächlich „drin hängt“, ist das nochmal eine andere Nummer.  Bis zum Torrione San Giovanni bleibt die Streckenführung steil und wechselt schließlich kurz vor der kleinen Ruine auf Schotter.

Es wird zwar merklich flacher, zwischendurch bricht der breite Fahrweg aber immer wieder „nach oben aus“. Zudem erschweren felsige Passagen und auch hohe hölzerne Wasserrinnen teilweise die Fahrt. Immerhin sind aber der Ruine bis zum Zwischenziel in Campi noch 200 Höhenmeter zu bewältigen.

Torrione San Giovanni
Ruine Torrione San Giovanni

Durch den Wald entlang des Hangs ist die Fahrt dennoch wunderschön, auch wenn die ein oder andere kurze, teils tiefschottrige Steigung, den fast verträumten Genuss unterbricht.

Eine letzte, wiederum betonierte Rampe führt schließlich hinauf nach Malacame. Leicht bergab geht es in einer Rechtskurve an die Ausläufer von Campi und auf die von Tenno kommende Fahrstrasse. In einer scharfen Linkskurve beginnt der weitere Aufstieg über Parisi in Richtung Capanna Grassi.

Irgendwo auf dem Weg in Richtung Campi
Irgendwo auf dem Weg in Richtung Campi

Von Campi hinauf zur Capanna Grassi

Die asphaltierte Strasse führt im Wald in zwei angezogenen Kurven unterhalb des Monte San Martino und des Cima Penel nach oben. Etwa nach zwei Drittel der Auffahrt ab Campi wechselt der Belag wieder auf Schotter. Der Weg bis zum Ausflugslokal bleibt aber immer breit und gut fahrbar. Nach knapp 11 Kilometer (gemessen ab Riva del Garda) ist das Ziel erreicht und eine gemütlich-leckere Einkehr wartet.

Stärkung an der Capanna Grassi
Stärkung an der Capanna Grassi

Abfahrt über Tenno nach Arco

Direkt an der Capanna Grassi führt ein Trail zurück nach Campi. Dieser ist im ersten Teil noch gut fahrbar, wird aber im weiteren Verlauf zusehends verblockter und ist für uns, nach unserem letztjährigen Test, keine Option.

Daher geht es auf demselben Weg zurück. Ab Campi geht es weiter über die Verbindungsstrasse hinuntern nach Pranzo. Hinter dem Ort scharf links ab, wartet in Richtung Tenno der letzte Anstieg. Am Castello vorbei fahren wir hinunter in Richtung Cologna. Noch bevor der Ort erreicht ist, kann man in einer Spitzkehre links ab, auf einen Radweg, durch die Olivenhaine hinunter nach Arco fahren.

Dort endet eine Alles in Allem anstrengende, aber wunderschöne Tour.

Pranzo und dahinter Tenno
Pranzo und dahinter Tenno

Einkehr und Übernachtungs-Tipps in Arco

Wir waren zuletzt im Hotel Garden in Arco untergebracht. Einfache Zimmer, gutes Frühstück und eine super Lage unterhalb des Burgfelsen. Nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Alternativ, wer „etwas mehr Sterne“, aber auch nicht weit weg vom Zentrum sein möchte, dem kann ich auch das Palace Cittá empfehlen. Auch ein spitzenmäßiges Frühstücksbuffet!  Extrem gutes Essen, mit ganz besonderem Ambiente, kannst Du im Ristorante Alla Lega im Herzen von Arco genießen (die haben auch Zimmer zu vermieten).


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