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Am Wildseelodersee

WaiWi Etappe 2: Buchensteinwand & Wildseeloder – die Königsetappe des WaiWi

Tag 2 auf dem WaiWi mit dem Ziel Wildseeloder. Die heutige Etappe führt von St. Ulrich am Pillersee über St. Jakob in Haus zunächst auf die Buchensteinwand. Nach dem Abstieg in Richtung Fieberbrunn folgt der finale Aufstieg zum Wildseeloder mit anschließender Übernachtung im Wildseeloderhaus.

Im Gegensatz zur ersten WaiWi-Etappe herrschte auf diesem Abschnitt der Tour herrlicher Sonnenschein. Dabei waren die Temperaturen zum Wandern und Bergsteigen immer noch mehr als erträglich. Auf dem Wildseeloder wurde es durch den böigen Wind teilweise sogar richtig frisch.

Normalerweise beginnt Tag 2 des Weitwanderwegs von Waidring auf den Wildseeloder in St. Jakob in Haus. Da ich am ersten Tourtag aber nur bis St. Ulrich am Pillersee gegangen bin und dort übernachtet habe, begann meine Tour am frühen Morgen beim Hotel Strasserwirt. Wunderbarer Sonnenschein und ein einmaliges Panorama bildeten den passenden Rahmen.

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Das Jakobskreuz im Blick geht es nach St. Jakob in Haus

Direkt am Hotel führt die Route des WaiWi über einen Kiesweg in einer Schleife zunächst Richtung Schwendt, bevor es südwärts geht. Auf einer asphaltierten Nebenstrasse geht es anschließend zum Weiler Flecken. Einen kleinen Ort mit zahlreichen alten Bauernhäusern am Fuße der Buchensteinwand. Von hier aus ist der Gipfel und das 30 Meter hohe Jakobskreuz auf dem sanften Grasberg gut zu sehen.

Nach etwa 40 Minuten und 3,5 Kilometern ist St. Jakob in Haus erreicht. Hinter der Bergbahn, an einem Sportplatz beginnt der erste Aufstieg des Tages. Über einen breiten Wiesenweg geht es in Richtung Buchensteinwand.

Aufstieg zur Buchensteinwand

Der erste Teil des Wegverlaufs überrascht. Lässt man doch ein paar Abzweigungen, die auch direkt zur Buchensteinwand führen, links liegen. Inzwischen auf einem Waldwirtschaftsweg angekommen, geht es nah am Waldrand sogar wieder leicht bergab, bevor die gelben Schilder mit dem grünen WaiWi-Symbol den tatsächlichen Aufstieg einläuten.

Jetzt wird die Routenführung auch klar. Anstatt auf den breiten Fahrwegen, und abseits der Wanderwege unterhalb der Bergbahn auf die Buchensteinwand, führt ein schöner schmaler werdender Pfad durch den Wald nach oben. Auf einem Waldrücken geht es quasi Diretissima nach oben. Die kleinen Kehren schlängeln sich durch den Wald und man gewinnt schnell an Höhe.

Ein kurzes Stück auf dem parallel verlaufenden Forstweg, dann wieder auf dem Pfad durch den Wald, ist etwa eine halbe Stunde nach Beginn des Aufstiegs das Waldende erreicht. Zumindest bei meiner zügigen Gehweise an diesem Tag. 400 Höhenmeter sind es seit dem Abzweig, 450 seit St. Jakob in Haus. Offiziell ist die gesamte zweite Etappe (also ab St. Jakob im Haus) mit 8 Stunden ausgewiesen.

Gipfelkreuz an der Buchensteinwand
Gipfelkreuz an der Buchensteinwand, dahinter bereits der Wildseeloder

Auf einer breiten, in sattem grün leuchtenden Almwiese geht es die letzten 100 Höhenmeter hinauf zur Buchensteinwand. Seit Beginn des Aufstiegs treffe ich hier oben erstmals wieder auf Menschen.

Die Bergbahn nimmt um 9 Uhr ihren Fahrbetrieb auf, hat aber noch nicht allzu viele Personen hier hinauf zum Gipfelkreuz und zum begehbaren Jakobskreuz gebracht. Für 8€ Eintritt kann man im Jakobskreuz auf die oberste Aussichtsplattform steigen, oder mit dem Fahrstuhl nach oben fahren.

Ich belasse es bei dem Anblick von unten, genieße noch einen kurzen Moment den Blick ins Tal, hinüber zum Pillersee, und steige wieder zu dem Punkt ab, an dem der Aufstieg aus dem Wald führte.

Über Fieberbrunn zur Lärchfilzhochalm

Kaum liegt der Gipfel der Buchensteinwand hinter mir, wird es wieder ruhig und menschenleer. Über die Almwiesen geht es in direkter Linie zum Hang nach unten. Wer den Originalweg des WaiWi nehmen möchte, sollte sich am Ende der letzten Liftstation links halten.

Andernfalls führt der Weg zunächst weiter für die Weideflächen, dann auf einem schönen Schotterweg hinunter zur bewirtschafteten Tennalm.

Unterhalb der Buchensteinwand mit Blick nach Fieberbrunn, hinten der Wildseeloder
Unterhalb der Buchensteinwand mit Blick nach Fieberbrunn, hinten der Wildseeloder

Von hier muss man allerdings den asphaltierten Wirtschaftsweg in Richtung Pertrach in Kauf nehmen. In dem kleinen Weiler geht es den Wanderschildern nach links ab und schließlich über einen unbeschrankten Bahnübergang hinunter zur Fieberbrunner Ache.

Hier trifft man auf den Radweg, der auch in der eigentlich geplanten Routenführung über Buchau auf dem Plan stünde. Eine knappe Stunde nehmen die etwa 700 Höhenmeter Abstieg vom Gipfel ins Tal in Anspruch.

Eine Unterführung leitet auf die gegenüberliegende Seite der Hauptstrasse, wo es zunächst über die Parkplätze der Fieberbrunner Bergbahnen zur Talstation geht. An der S4-Alm an der linken Talstation kann man sich nochmals stärken und die Flüssigkeitsvorräte auffüllen, bevor es 500 Höhenmeter hinauf zu Lärchfilzhochalm geht.

Der Aufstieg beginnt unspektakulär. Auf einem breiten, festgefahrenen Schotterweg, der im Winter vermutlich den Pistenraupen dient, geht es am Krotenbach entlang nach oben. Erst später biegt der Aufstieg auf einen kurzen Wiesenpfad ein, der auf die Almwiesen unterhalb der Lärchfilzhochalm führt. Im Rücken wird immer wieder der Blick auf den Abstieg von der Buchensteinwand und dem weithin sichtbaren Jakobskreuz frei.

Die letzten Meter führen wieder über einen Wirtschaftsweg zu der bereits früh sichtbaren Tiroler Landesfahne. Erst kurz vor Schluss tauch hinter einem Buckel die bewirtschaftete Alm auf.

Und wie schon beim Aufstieg zur Buchensteinwand, so begegnen mir auch hier wieder die ersten Menschen seit der Talstation in Fieberbrunn.

Frisch gestärkt zum Wildseeloderhaus

Nach einer gemütlichen Rast folgt der Aufstieg zum Wildseeloderhaus. Der breite Wirtschaftsweg ist nun deutlich stärker frequentiert, da sich auch die Bergstation der Fierberunner Bergbahnen, auf dem Lärchfilzkogel, in unmittelbarer Nähe befindet. Mäßig steil geht es auf dem Fahrweg über die Grießenbodenalm (ebenfalls bewirtschaftet) und, die Serpentinen abkürzend, auf einem Wanderweg oben. Nach 200 Höhenmetern und etwa einer halben Stunde Gehzeit endet der Fahrweg.

Auf Höhe der Wildalm, der zugleich letzten Einkehrmöglichkeit vor dem Wildseeloderhaus, beginnt ein herrlicher Steig hinauf zur Schutzhütte des Österreichischen Alpenvereins.

Der Zustieg ab der Bergbahn ist nicht sonderlich lang und bequem, weshalb an schönen Tagen durchaus viele Wanderer auf diesem Abschnitt unterwegs sind. Der einmalig schön gelegene Wildsee hat einfach eine besondere Anziehungskraft.

Der schmale aber nie ausgesetzte Steig überwindet etwa 300 Höhenmeter bis zum Wildseeloderhaus, das zugleich das offizielle Ende der zweiten Etappe auf dem WaiWi markiert.

Der Wildseeloder als Krönung der Etappe

Da der Tag noch jung und die Beine relativ frisch waren, entschied ich mich die Etappe zu verlängern und den Gipfel des Wildseeloder noch am selben Tag zu besteigen. Entgegen dem Uhrzeigersinn geht es ein paar Meter am See entlang, bevor ein steiler, teils lehmiger Pfad den Weg zum Gipfel einläutet.

In immer enger werdenden Kehren schlängelt sich der Weg durch ein Felsentor nach oben. Mehr und mehr kommt die kräftige dunkle Farbe des Wildseelodersees zum Vorschein.

Hinter dem Felsentor führt der Bergpfad auf dem grasigen Rücken hinauf zum Gipfelkreuz. Die letzten Meter sind felsig, leicht abschüssig und erfordern Trittsicherheit. Alles in allem stellen sie aber keine große Hürde dar.

Für die knapp 250 Höhenmeter habe ich etwa 30 Minuten benötigt. Mit jedem Meter wurde es wieder ruhiger und schließlich stand ich alleine auf dem 2.118m hohen Gipfel. Untern der Bergsee, gegenüber die Henne, am Horizont die höchsten Berge des Landes, Gletscher, der Wilde Kaiser oder die Loferer Steinberge.

Ein einmaliger Aussichtsgipfel!

Vom Gipfel aus führt ein kurzer Gratweg in das weite Rund des Kars oberhalb des Wildseelodersees. Auf felsigem, grob-schottrigem Pfad geht es leicht bergab in Richtung Seesüdseite.

An der Wegkreuzung Seenieder, hier kommt der Weg vom südlich gelegenen Bischof herüber, kann man entweder zum See absteigen, oder man folgt der Original-Route des WaiWi und schließt den Kreis um den See unterhalb der Henne.

Knapp 1.900 Höhenmeter bergauf und gut 900 Höhenmeter bergab, dazu die menschenleeren Wege, machten diese zweiten und etwas abgewandelte Etappe des WaiWi zu einer wirklichen Königsetappe.

Die hunderte Bilder und Eindrücke habe ich noch lange auf der Südseite des Wildsees verarbeitet, bevor es zur Übernachtung in das Wildseeloderhaus ging und ein herrlicher Sonnenuntergang den Tag beendete.

Abendpanorama am Wildseeloderhaus mit Blick in Richtung Fieberbrunn
Abendpanorama am Wildseeloderhaus mit Blick in Richtung Fieberbrunn

Die Königsetappe des WaiWi und das Höhenprofil im Überflug

Relive ‚Streckenprofil meiner 2. WaiWi Etappe‘


Tipp: eine Packliste und viele Informationen, den Original Streckenplänen zum Download und Links zur Vorbereitung des WaiWi findest Du hier.


Anzeige: Dieser Beitrag enthält Werbung. Ich wurde von Pillerseetal Tourismus zu dieser Tour eingeladen. Kost & Logis wurden mir gestellt. 
Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. 
Weitere Infos: www.trusted-blogs.com/werbekennzeichnung

Die Karte und das Höhenprofil zu meiner 2. WaiWi-Etappe


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