Auf den Luknja-Pass, im Schatten des Triglav

Der Triglav Nationalpark ist ein Traum für jeden Natur- und Outdoor-Fan! Das Gebiet im Dreiländer-Eck von Slowenien, Österreich und Italien verspricht eine einmalige Natur voller Gegensätze. Hoch aufragende Felswänden, sanft eingebettete Seen. Tief herabstürzende Wasserfälle und die türkis-grün schimmernde traumhaft schöne Soça. Auf engstem Raum gibt es dutzende Möglichkeiten.

Auch im Verlauf der Tour auf den Luknja Pass ändert sich die Szenerie stetig. Dichter Wald, ein weites Tal mit Büschen und Sträuchern, der steinig-felsige Aufstieg und die sanfte Passhöhe. Über allem wacht die riesige Nordwand des Triglav. Die 1.500m hohe Wand zählt zu den höchsten Wänden der Ostalpen und ist bei Bergsteigern und Alpinkletterern sehr beliebt.

Im oberen Vrata Tal mit Blick auf die Triglav Nordwand
Im oberen Vrata Tal mit Blick auf die Triglav Nordwand

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Beginn der Bergtour beim Aljazev Dom

Diese Bergtour führt zwar auf keinen Gipfel. Sie ist aber aufgrund der vielfältigen Natur und all der unterschiedlichen Eindrücke nicht minder atemberaubend. Vom kleinen Ort Mojstrana führt eine immer schmäler werdende Strasse tief durch den Wald bis zum Parkplatz am Aljazev Dom. Die bewirtschaftete Hütte im oberen Teil de Vrata-Tals bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten in Mehrbettzimmern und Lagern. Daher eignet sich die Berghütte auch ideal als Ausgangspunkt für die Besteigung des Triglav.

Vom Parkplatz führt der Weg hinaus auf eine wunderschöne Lichtung und die eben erwähnte, gut 1.000m hoch liegende Berghütte. Ohne großen Anstieg geht es weiter ins Tal, der mächtigen Triglav-Nordwand entgegen. Laubwald und Buschwerk wechseln sich ab, bis ein großer, eiserner Karabiner erreicht ist. Hier am Partisanendenkmal zweigt der erste Aufstieg auf den Triglav, der Tominšek Weg, ab. Wir bleiben auf der urspünglichen Route und gehen immer weiter ins Tal.

Das Partisanendenkmal
Das Partisanendenkmal

Aufstieg zur Passhöhe

Der Weg beginnt nun deutlich zu steigen. Etwa 1,8 km nach dem Parkplatz kommt rechter Hand ein Weg entgegen. Unsere Abstiegsroute. Wir bleiben nach wie vor in der Linie des Tales und erreichen schließlich die zweite Abzweigung auf den Triglav. Der Pragweg führt hier steil an der linken Flanke der Nordwand nach oben. Der Aufstieg zum Luknja Pass führt nun durch ein stark verblocktes, aber immer noch mit Buschwerk bewachsenes Felsgebiet. Hohe Tritte und kurze Kehren wechseln sich ab, bevor sich die Vegetation zurückzieht und den Blick auf den weiteren Aufstieg freigibt.

Rechts zweigt ein Weg zum Biwak pod. Luknjo, einer kleinen Hütte, ab, vor uns führt der Weg großes Schotterfeld nach oben. Während unserer Besteigung im Herbst machte sich der kühle starke Fallwind deutlich bemerkbar und ließ die Temperaturen gefühlt gegen null Grad sinken. Der tiefschottrige Wegverlauf machte das Vorankommen auf den restlichen, gut 300 Höhenmetern ab der Abzweigung zum Biwak zu einer konditionellen Herausforderung. Im Oberen Abschnitt, direkt unter der Felswand, tut das steile Gelände sein übriges. Ein paar kurze mit einem Drahtseil gesicherte Abschnitte unterstützen auf den letzten Metern.

Der gegenüberliegende Abstieg vom Luknja-Pass
Der gegenüberliegende Abstieg vom Luknja-Pass

Herrliches Panorama am Luknja Pass

Schließlich ist die Passhöhe mit ihren 1.758m erreicht und der Blick hinter auf die andere Talseite entschädigt für die Mühe. Im Verlauf unserer ausgiebigen Rast leistet uns eine Gruppe junger Steinböcke Gesellschaft. Und auch ein alter, großer Aufpasser ist nicht weit. Die schroffen Felswände zu unserer Seite und die dicht bewachsenen, leuchtenden Täler dies- und jenseits des Passes lassen fast die Zeit vergessen. Vom Luknja Pass führt ein kleiner Steig gut 600 Höhenmeter weiter auf den Bovski Gamsovec. Über den Bambergweg gelangt man von hier auch auf den 2.864m hohen Triglav.

Der Rückweg ins Tal verläuft zunächst auf demselben Weg wie der Aufstieg. Nach den steilsten Schotterstellen führt linker Hand ein teils schlecht markierter Pfad zum Biwak pod. Luknjo. Nach dem Biwak steigen wir in Buschwerk und schließlich immer dichter werdenden Laubwald nach unten, bevor wir kurz vor dem Partisanendenkmal wieder auf unseren ursprünglichen Weg treffen.

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