Winter in der Breitachklamm

Auf dem Weg zur Eiskönigin von Oberstdorf

Dunkelgraue Felsen. Kühler Windhauch. Rauschendes Wasser. Zu Eis erstarrte Wände. Der Winter macht die Breitachklamm bei Oberstdorf zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Fast schon märchenhaft wirkt die Szenerie. Als würde man durch den zu Eis erstarrten Korridor einer hoch aufragenden Kathedrale wandern. Die Eiszapfen hängen wie Orgelpfeifen von den Wänden. Das erstarrte Wasser türmt sich weiß, blau und grün schimmernd zu bizarren Formen auf. Der Boden glitzert. Immer tiefer Weg schlängelt sich durch die schmäler werdende Klamm. Und nach jeder Kurve erwartet Dich ein neues, ein anderes Bild. Noch bizarrer. Noch beeindruckender. Das ist die Breitachklamm im Winter.

Kurz nach dem Eintritt in die Breitachklamm
Kurz nach dem Eintritt in die Breitachklamm

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Der hier beschriebene gut 4 Kilometer lange Rundweg beginnt am gebührenpflichtigen Parkplatz der Breitachklamm. Direkt neben dem gleichnamigen Gasthaus. Hinter dem Eingangsgebäude beginnt die gut eineinhalb Stunden dauernde Wanderung. Zunächst geht es ein paar Meter gemütlich an der Breitach entlang. Nach dieser kurzen und nahezu ebenen Passage rücken die Felswände näher und das eisige Schauspiel nimmt seinen Anfang. Wie Pilze aus Schnee wachsen die Steine im Bachbett nach oben. Das Wasser wirkt dunkel und schwarz und wird mit zunehmender Dauer der Wanderungen immer grünlicher. Die ersten Eiszapfen beginnen in diesen wärmer werdenden Tagen zu schmelzen. Es tropft von den Wänden, so dass der mit Kies gestreute Weg unter den Füßen glitzert.

Immer tiefer geht es in die Breitachklamm. Die Wände links und rechts des Weges rücken immer näher. Die Eiszapfen werden größer und größer und hängen teilweise wie dicke Vorhänge von den überhängenden Felswänden. Mehrfach quert der Pfad aus Fels, Holz und Eisen den immer lauter werdenden Bach. In der Tiefe brodelt das Wasser. Kleine Wasserfälle, Stromschnellen und ruhigere Becken wechseln sich ab, während der Weg langsam ansteigt. Ebenso stetig, wie sich die Klamm verengt hat, wird sie langsam wieder breiter. Mehr und mehr Licht fällt von der Morgensonne an die oberen Felswände.

Blick vom Zwingsteg in die Breitachklamm
Blick vom Zwingsteg in die Breitachklamm

Schließlich ist der obere Eingang erreicht. Hier gabelt sich der Weg und führt weiter in Richtung Walserschanze oder aber zum Zwingsteg. Einer schmalen eisernen Brücke die die Klamm in beeindruckender Höhe quert. Je näher man dem Steg kommt, desto ruhiger und stiller wird das Rauschen der Breitach. Ein beherzter Blick in die Tiefe, während die ersten Sonnenstrahlen durch den dichten Wald brechen.

Es wird immer ruhiger. Der gut gespurte Pfad schlängelt sich noch ich ein paar Meter nach oben, bevor er auf eine Fahrstrasse trifft. Über die Strasse gelangen wir zur bewirtschafteten Alpe Dornach und etwas weiter zur Sessel Alpe.

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Kurz nach der Alpe Dornach zeigt der Normalweg von der Strasse hinunter zum Eingang der Breitachklamm ab. Der Weg ist allerdings steil und je nach Witterung eisig, weshalb er für den Rückweg ungeeignet und gesperrt ist. Daher geht es in einer weiten Schleife auf dem griffigen Fahrweg hinunter zur Zufahrt der Breitachklamm und zurück zum Parkplatz.


Hinweis: Je nach Witterung und Temperatur kann die Breitachklamm im Winter kurzfristig gesperrt werden. Daher sollte man sich vor einem Besuch auf der Homepage der Klamm informieren. Gutes, festes Schuhwerk ist bei einem Besuch Pflicht. Es gibt auch abendliche Fackelwanderungen durch die Klamm, die einen zusätzlichen, ganz besonderen Reiz haben. Tarife, Führungen und aktuelle Öffnungszeiten gibt es auf der offiziellen Homepage der Breitachklamm.

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