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Aufstieg zum Aggenstein

Aggenstein, 1986m

Abwechslungsreiche Tour mit Gemsen und Bergdohlen auf den Aggenstein.

Der Aggenstein
Der Aggenstein

Virtuelle RealitätDie Bergtour auf den 1986 Meter hohen Aggenstein, zwischen Pfronten im Allgäu und Grän im Tannheimer Tal, hat es in sich. Nicht wegen der Länge. Nicht wegen des zu bewältigenden Höhenunterschieds oder wegen spektakulärer Klettereien. Nein. Einzig und allein die sich ständig verändernde Landschaft, die Tiefblicke und die Begegnungen mit Gemsen und Bergdohlen, machen diese Tour zu einem besonderen Schmuckstück in meiner Sammlung. Die Halbtagestour könnte man auch als mittelschwere Bergtour klassifizieren. Aufgrund der Seilversicherungen im Gipfelbereich und der damit verbundenen erforderlichen Trittsicherheit habe ich sie dennoch als „schwer“ eingestuft. Vielleicht spielt dabei auch die Tatsache eine Rolle, dass der Weg noch schneebedeckt und in den Morgenstunden teils vereist war. So oder so. Die alpine Selbsteinschätzung sollte ohnehin bei der Planung jeder Tour eine primäre Rolle spielen.

Der Weg auf den Aggenstein beginnt in Enge, einem kleinen Ort auf der Verbindungsstrasse zwischen Grän und Pfronten. Kurz nach Grän erreicht man auf der rechten Seite einen gebührenpflichtige Wanderparkplatz. Von dort aus geht es zunächst auf einem breiten Forstweg in Richtung Bad Kissinger Hütte. Über uns thront das Gipfelkreuz des Aggensteins, das uns nahezu den gesamten Weg „beobachtet“. Nach einigen hundert Metern weist ein gelbes, etwas versteckt angebrachtes Schild rechts hinauf zu unserem Ziel. Für eine kurze Zeit geht es über einen Pfad hinauf zu einer weiteren Kehre des Forstwegs, den wir danach etwa 15 Minuten weiter folgen. Im Anschluss an eine große 180-Grad Kehre geht es links in den Wald. Zunächst führt der Weg leicht bergauf und bergab, über Wurzeln und Steine, zu einem ersten Bach, der mittels Holzbrücke gequert wird.




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Nun beginnt der Weg in vielen kleinen Kehren zu steigen und wir gewinnen schnell an Höhe. Eine weitere Bachquerung und einige Kehren später grüßt über dem Wald die Bad Kissinger Hütte. Hinter uns wird immer wieder der Blick auf Grän und das Tannheimer Tal frei. Rechter Hand begleitet uns das Füssener Jöchle. Am Ende der Baumgrenze geht es in einer spitzen Linkskurve auf die Bad Kissinger Hütte zu. Das beeindruckend gelegene DAV-Haus sitzt mit seiner wunderschönen Steinfassade stolz vor dem Gipfel des Aggensteins.

Panorama an der Bad Kissinger Hütte
Panorama an der Bad Kissinger Hütte




Aufstieg zum Aggenstein
Aufstieg zum Aggenstein

Um die Hütte herum finden Gemsen auf den noch schneebedeckten und ohnehin spärlich bewachsenen Felsen Nahrung. Nach einer Rast auf der aussichtsreichen Terrasse geht es rechter Hand and der Hütte vorbei und in einer sanften Rechtskehre um die Bergflanke. Der Weg beginnt wieder in kurzen Kehren zu steigen und das Gipfelkreuz ist bereits jetzt zum Greifen nah. Begleitet von Gemsen geht es schnell nach oben. An einem letzten Wegweiser, der den von Norden kommenden Aufstieg aus Richtung Pfronten markiert, beginnt mit einer Drahtteilversicherung der letzte Teil des Aufstiegs. Nach ein paar Minuten ist es geschafft und der Aggenstein gibt sein ganzes Panorama auf die umliegenden Gipfel wie Rot Flüh, Hochvogel oder den gegenüberliegenden Einstein frei.

Übrigens: wenn Du sehen möchtest, wie die Sonne über dem Aggenstein aufgeht, dann schau Dir mal die Bilder der Sonnenaufgangstour auf den Einstein an.

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