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Das Nida Plateau auf Kreta

5 Dinge die Du auf Kreta machen solltest

Kreta, größte Insel Griechenlands und ein wahres Urlaubsparadies. Mit ihren feinsandigen Stränden und idylischen Buchten bietet Kreta ein vielseitiges Badeangebot. Doch Kreta hat noch weitaus mehr zu bieten. Mit den Weißen Bergen, dem Ida Gebirge und den Hochplateaus ist Kreta ein wahres Wander- und Bergparadies.

Mit 2.456m Höhe stellt der Psiloritis, der höchste Berg der Insel im Ida Gebirge, eine wirkliche Herausforderung dar. Mit über 7 Stunden auf und Abstieg auf schroffen Pfaden, fernab der nächsten Siedlungen und ohne schattenspendende Bäume, sollte er früh am Morgen in Angriff genommen werden. Hinzu kommt, dass die Anfahrt auf das Nida Plateu aus Richtung Heraklion schon einige Zeit in Anspruch nimmt.

Aber: Wie so oft müssen es aber nicht die großen Städte und Sehenswürdigkeiten sein. Wie so oft sind es die Kleinigkeiten, die einen Aufenthalt auf Kreta so besonders machen.

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Erfahre die Insel auf eigene Faust

Fernab der Routen der Touristenbusse findest Du viele kleine und große Naturschönheiten. Am besten ist, Du erkundest die Insel mit einem Mietwagen. Der große Vorteil: Du kannst dort anhalten, wo es Dir gefällt, Pause machen, wann Du möchtest und die Landschaft mit allen Sinnen in Ruhe genießen.

Beim Mietwagenvertrag solltest Du darauf achten, dass Du Vollkasko, keine Selbstbeteiligung und unbegrenzte Kilometer inkludiert hast. Wenn Du zu Zweit unterwegs bist, ist auch ein kostenfreier zweiter Fahrer von Vorteil. Den Wagen gibst Du in der Regel mit demselben Tankstand zurück, wie Du ihn ausgeliehen hast. Einen Mietwagen kannst Du auch vor Reisebeginn online oder in Deinem Reisebüro buchen. Dann bist Du aus meiner Sicht aber weniger flexibel, was die Planung vor Ort betrifft.

Mit dem Mietwagen auf Erkundungstour auf Kreta
Mit dem Mietwagen auf Erkundungstour auf Kreta

In jedem Fall macht es Sinn, sich eine gute Strassenkarte zuzulegen, oder über Dein Smartphone eine App wie Maps.me oder vergleichbare Kartensysteme oder Routenplaner herunterzuladen. Immer gut, wenn diese Programme auch eine Offline-Funktion haben. Die Strassen auf Kreta sind in der Regel gut ausgebaut. In entlegnen Orten mangelt es aber dann und wann an der Beschilderung. Wenn Du dann das dritte Mal in einem kleinen Bergdorf unterhalb des Psiloritis um die Kirche gefahren bist, bist Du froh um eine kleine technische Hilfe.

Für eine Erkundungsfahrt auf Kreta gilt in jedem Fall: unterschätze die Entfernungen nicht. Gerade im Ida-Gebirge, aber auch auf der Lassithi-Hochebene sind wenige Kilometer auf den kleinen Landstrassen eine zeitlich große Entfernung. Daher solltst Du Dir immer nur ein kleines Gebiet vornehmen und dort lieber etwas mehr Zeit verbringen.

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Auf Griechenlands Landstrassen gilt übrigens eine höchstzulässige Geschwindigkeit von 90 km/h, innerorts 50 km/h (aktueller Stand, ohne Gewähr). Auf der Schnellstraße von Heraklion Richtung Agios Nikolaos ist abschnittsweise 110 km/h erlaubt.

Trinke einen griechischen Kaffee

Perfekter Zwischenstopp auf Deiner Erkundungsfahrt. Meinen ersten richtig guten griechischen Kaffee hatte ich auf Rhodos. Im Herzen der Insel findet man dort ein kleines Lokal, das auch in diversen Reiseführern Erwähnung findet.

Sicher muss man ein Stück weit Kaffee-Liebhaber sein. Nicht jeder mag den ungefilterten griechischen Kaffee, der über dem Feuer mehrfach aufgekocht wird, bevor er serviert wird. Wer sich aber mit dem Getränk anfreunden kann, der findet darin ein Stück Kultur des Landes. Ein stückweit erklärt und bestätigt der Kaffee aber auch die Gelassenheit, Stolz und Herzlichkeit der Griechen.

Griechischer Kaffee auf Kreta
Griechischer Kaffee auf Kreta

Auf meinen vielen Besuchen in Griechenland bin ich immer nur freundlich begrüßt und behandelt worden. Diesseits wie jenseits der Touristenzentren. Und mit einer guten Tasse griechischen Kaffees verbinde ich all die zuvor genannten Merkmale. Die Süße des Kaffees (ich trinke ihne gerne Medium, also mit etwas Zucker) steht für die Herzlichkeit. Das kräftige Aroma, aber auch die leicht sandige Konsistenz (vor allem wenn man ihn nicht lange genug ruhen lässt oder der letzte Schluck zu groß ist) steht für den Stolz. Und die Dauer der Zubereitung (ein guter griechischer Kaffee benötigt Zeit) steht für die Ruhe und Gelassenheit, die die Menschen auf mich ausstrahlen.

Am besten genießt man den Kaffee in einem kleinen Dorf, in einer Taverne, in einer Seitenstrasse. Man genießt den Kaffee, die Zeit, das Hier und Jetzt und das Leben.

Wandere durch eine Schlucht

Nicht nur die hohen Berge mit über 2000m, auch die Täler und Schluchten auf Kreta sind ein El Dorado für Wanderer. Dabei gibt es zahlreiche kleine und große Canyons. Zu einem der bekanntesten zählt die Samaria Schlucht bei Agia Roumeli, im Südwesten der Insel.

Gleich „daneben“ liegt der Aradenas Canyon und wieder ein Stückchen weiter östlich die Megalopotamos Schlucht bei Preveli mit einem wunderschönen Strand. Die Rouwas Schlucht bei Agios Ioannis liegt in der Mitte der Insel, unterhalb des höchsten Berges und beginnt am idyllischen Votomos See, nördlich Zaros.

In keinem meiner Wander- und Kretaführer war allerdings die Richtis Schlucht beschrieben. Daher ist diese Schlucht mein persönlicher Geheimtipp: an einem kleinen Parkplatz bei Exo Mouliana, zwischen Agios Nikolaos und Sitia, geht es zunächst auf einem kleinen Fahrweg nach unten. Bei einer alten Rundbogenbrücke beginnt der eigentliche Pfad. Wunderschön durch einen fast dschungelartige Wald, dann über runde, abgewaschene Felsen und durch lichteres, unwirkliches Gelände geht es immer weiter in den Canyon.

Unterwegs in der Richtigs Schlucht auf Kreta
Unterwegs in der Richtigs Schlucht auf Kreta

Gutes Schuhwerk ist ein Muss, da es immer wieder über Stock und Stein in Richtung dem Strand von Richtis geht. Schließlich führt eine abenteuerliche Holztreppe hinunter zu einem kleinen Wasserfall. Im Anschluss geht es noch ein Stück am Bach entlang, bevor der Canyon breiter wird. Der letzte Teil des Weges führt in der Sonne durch Buschwerk zum Parkplatz bei Richtis. Noch ein paar hundert Meter und der Strand ist erreicht. Bei hohem Wellengang ist der steinig-felsige Strand zum Baden allerdings ungeeignet.

Der Rückweg erfolgt entweder auf demselben Weg, oder über den kleinen Fahrweg zurück nqch Exo Mouliana. Letzterer ist zwar einfacher zu gehen, aber durchwegs in der Sonne. Mit herrlichem Tiefblick auf die schroffe Nordküste geht es zunächst nach oben, dann über die Olivenhaine zurück zum Parkplatz. Alles in allem kann man für die Tour 4 bis 4,5 Stunden einplanen.

Suche den größten Vogel Kretas

Dar Lämmergeier, ein Aasgeier, ist nicht nur an den hohen Berghängen der Weißen Berge oder in der Lassithi Hochebene zu finden. Der größte Vogel Kretas ist auch an den Küsten zu beobachten.

Wir haben ihn zum ersten Mal auf der Rückfahrt von Richtis in Richtung Agios Nikolaos gesichtet. Wir saßen an einem kleinen Aussichtspunkt mit einer kleinen Taverne, eher einer Snackbar gleich, wo wir uns nach unserer Schluchtentour mit einem griechischen Kaffee und einem Joghurt mit Honig belohnten. Ein Päärchen dieser beeindruckenden Vögel kreiste über uns und entlang der unter uns liegenden Steilküste.

Die zweite Begegnung war noch beeindruckender. Auf dem Weg zum Nida Plateau zwischen Gonies und Anogia kreisten an die hundert Vögel in der Thermik der späten Morgenstunden. Kurz vor Anogia flog schließlich einer dieser Geier nur wenige Meter über unsere Köpfe hinweg.

Auf einem kleinen Feld sammelten sich an die dreißig Tiere. Sie saßen auf Bäumen, kreisten einige Meter über dem Berghang und kamen immer wieder sehr nah an uns heran. Ein Spektakel das wir minutenlang gebannt beobachteten. Ein absolut bleibendes Erlebnis. Auch auf dem weiteren Weg zum Plateau kamen immer wieder einige dieser riesigen Tiere in Sichtweite.

Erkunde Kretas Unterwelt

Griechenlands größte Insel hat nicht nur Berge, Schluchten und Strände zu bieten. Zahlreiche Höhlen bieten Einblick in Kretas Unterwelt.

Da wäre die Kamares Höhle, ein alter minoischer Kultplatz über der Massares Ebene. Vom gleichnamigen Ausgangsort gilt es allerdings zunächst gut 1.000 Höhenmeter zu bewältigen. Oder die Ideon Höhle am Ende der Fahrstrasse zum Nidas Plateau.

Die berümteste Höhle ist sicher die Dikteon Andron, oder Diktäische Höhle. Sie war schon zu minoischer Zeit ein Heiligtum, hier soll der Geburtsort Zeus‘ gewesen sein. Sie liegt auf der Lassithi Hochebene, vielmehr in deren Südwesten. Steile Betonstufen führen in die bis zu 60 Meter tiefe, mit Stalagniten und Stalaktiten versehenen Höhle.

Die Dikteon Andron auf Kreta
Die Dikteon Andron auf Kreta

Ganz im Osten Kretas gibt es einen Rundweg zur Pelekita Höhle. In etwa vier Stunden wandert man von Kato Zakros um die Kakos Potamos Schlucht und an der Küste zurück zum Ausgangsort.

Und sonst?

Natürlich gibt es noch tausend weitere Dinge, die es auf Kreta zu erkunden gibt. Rethymnon, der Palast von Knossos und hunderte weitere Relikte der minoischen Hochkultur. Auch bei den Stränden findest Du in den einschlägigen Reiseführern eine riesige Auswahl. Die dort erwähnten sind leider meist sehr gut besucht.

In Sachen Wandern und Bergsteigen kann ich den Rother Wanderführer für Kreta empfehlen. Viele kleine und große, hohe und flache Touren, auf Gipfel und durch Schluchten sind dort wunderbar beschrieben.

Ach ja. Die griechische Küche. Aber dieser Genuß ist selbstredend. Zatziki. Dolmades. Artischockensalat und frischer, gegrillter Fisch. Das ein oder andere Glas Retsina. Was braucht es mehr.

Das wichtigste aber was es auf Kreta zu finden gibt, und das gilt für alle Deine Reiseziele, bist Du selbst. Lebe, liebe, entdecke und genieße die Zeit! Viel Spass dabei!

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