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Geschafft! Auf der Passhöhe des Mangart

5 Biketouren im Triglav und den Karawanken

Der Triglav Nationalpark und die Karawanken sind nicht nur ein traumhaftes Wander- und Bergsteiger-Gebiet, sondern bietet auch für Radfahrer einige richtig tolle Ziele.


Dieser Bericht entstand in Kooperation mit Slowenien Tourismus und wurde finanziell unterstützt. Im Rahmen des Outdoor-Blogger-Codex weise ich in meinen Blogbeiträgen immer auf diese Art von Kooperationen hin. Die Unterstützung hat keinerlei Auswirkungen auf die redaktionelle Freiheit meiner Arbeit.


Immer wieder begegnet man Gleichem und Gegensätzlichem im Leben. Auch in der Natur ist das so. Immer wieder findet man Orte, die einen unweigerlich an einen Ort erinnern, der zig Kilometer entfernt ist, aber irgendwie gleich erscheint. Und dann gibt es Orte, die das komplette Gegenteil eines anderen Ortes darstellen. Im Fall vom Triglav Nationalpark und den Karawanken sind Vergleiche schwierig. Für mich ist diese Landschaft im Norden Sloweniens nahezu unvergleichlich. Unvergleichlich schön.

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In Sachen Gegensätzen fällt mir die „grüne Hölle“ ein, von der man so oft liest und hört. Ich selbst bin zwar noch nie da gewesen… wenn es aber diese „grüne Hölle“ gibt, dann muss das hier „der grüne Himmel“ sein. Egal bei welchem Wetter. Die Landschaft leuchtet einfach nur grün. Hoch oben ragen natürlich die grauen Felsriesen des Triglav empor. Auf dem Prisank bin ich schon selbst gestanden. Aber darunter legen sich Wald und Wiesen wie ein weicher, grüner Teppich um die rauen Felswände.

Im Logartal
Im Logartal

Diese Kombination der Gegensätze macht nicht nur den Anblick dieser Landschaft zu einem herrlichen Erlebnis. Diese Kombination lässt auch auf dem Fahrrad das (grüne) Herz höher schlagen. Da finden sich einfache, flache Radwanderungen entlang der Soča oder der Sava Dolinka. Da führen sportliche Wege durch die hügelig anmutenden Karawanken nördlich von Bled und Ljubljana. Und da führen herrliche ambitionierte Passtrassen auf und über die hohen Riesen des Triglav.

Brücke bei Gozd Martuljek
Brücke bei Gozd Martuljek

Anfang September haben wir Logarska Dolina und Kranjska Gora besucht und haben auf fünf unterschiedlichen Touren die Landschaft erleben dürfen. Ein Mountainbike ist (aus meiner Sicht) auf allen Touren von Vorteil. Grundsätzlich kann man aber auch alle Touren (bis auf Tour Nummer 4) mit dem Rennrad meistern. Gerade die Strecke Kranjska Gora in Richtung Bled ist dafür prädestiniert. Die Solčava Panoramastrasse hingegen wartet auch mit der ein oder anderen Schotterpassage, trotz breiter Fahrwege auf.

Unsere Touren-Empfehlungen

Tour 1: Die Solčava Panoramastrasse
Tour 2: Durch das Logartal zum Slap Rinka
Tour 3: Die höchste Strasse Sloweniens auf den Mangart
Tour 4: Entlang der Soča rund und um Bovec
Tour 5: Von Kranjska Gora in Richtung Bled

Ein paar Eindrücke unserer Biketouren in Slowenien in einem kleinen Video-Clip

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Tour 1: Die Solčava Panoramastrasse

Die Solčava Panoramastrasse umfasst ein großes Wegenetz nördlich des Logartals. Diese wirklich entlegene Naturschönheit erreicht man von Österreich kommend über Klagenfurt und Bad Eisenkappel. Anschließend führt ein kurvenreicher Pass nach Slowenien. Herrliche Biketouren und auch Wanderungen entlang der gut beschilderten Route der Panoramastrasse versprechen herrlichen Naturgenuss für Ein- oder mehrere Tagestouren.

Die Solcava Panoramastrasse
Die Solcava Panoramastrasse

Wir sind vom Logartal aus gestartet. Der Parkplatz am Hotel Plesnik war unser Ausgangspunkt. Zunächst in nördlicher Richtung beginnt am Eingang zum Tal bereits die Passstrasse die in Richtung Österreich führt. Auch wenn der gesamte befahrene Streckenabschnitt für den öffentlichen Verkehr freigegeben ist, begegneten uns trotz Wochenende doch relativ wenig Motorradfahrer und noch weniger Autofahrer.

In vielen Kehren schlängelt sich die teils schmale Passstrasse gut 350 Höhenmeter nach oben zu einem Abzweig. Dort beginnt der flachere und aussichtsreichere Teil der Tour. In leichtem Auf und Ab geht es vor einem einmaligen Bergpanorama dahin. Die asphaltierte Strasse wechselt immer wieder auf Schotter, weshalb die Strecke für Rennradler nur bedingt empfehlenswert ist. Immer wieder tauchen alte Bauernhöfe auf und laden zur Einkehr ein.

Dorf auf der Solcava Panoramastrasse
Dorf auf der Solcava Panoramastrasse

Neben dem Genuss landestypischer Leckereien kann man hier zum Teil auch übernachten. An verschiedenen Infopunkten wird die Geschichte des Hirtenjungen Krištof erzählt, der der Sage nach einst seine Schafe suchte, die entlaufen waren. Ein Drache kommt in der Geschichte auch vor. „Die Geschichte des Hirtenjungen Krištof und des jungen Drachen Lintver handelt vom Verhältnis zwischen Mensch und geheimnisvoller und unbeherrschbarer, aber wunderbarer Natur.“ Und sind Krištof auch der Drache auf der gesamten Tour immer wieder auf Tafeln und in Figuren sichtbar.

Etwa 10 Kilometer schlängelt sich die Solčava Panoramastrasse am Hang entlang, bevor die Abfahrt ins gleichnamige Dorf beginnt. Dort angekommen gibt es noch die ein oder andere Einkehrmöglichkeit auf der Rückfahrt entlang des kleinen Flusses Savinja. Auf der Verbindungsstrasse in Richtung Logartal geht es durch das teils tief eingeschnittene Tal zurück zum Parkplatz.


Tipp: Informationen zur Solčava Panoramastrasse, zur Anreise, den Touren und den Sehenswürdigkeiten gibt es hier.


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Tour 2: Durch das Logartal zum Slap Rinka

Ursprünglich hätte das unsere erste Tour werden sollen. Die Eingewöhnungsrunde. Die Wettervorhersage hat uns aber dazu bewegt, die Panoramastrasse und den Besuch des Wasserfalls zu tauschen. So sind wir am zweiten Tag frühmorgens vom Hotel Plesnik aus ins Logartal aufgebrochen. Das wechselhafte Wetter und auch die frühe Auffahrt spielten uns in die Karten, Im Vergleich zu sonnigen Tagen, gegen die Mittagszeit, waren deutlich weniger Menschen auf dem Weg zum Rinka Wasserfall.

Die ersten 4,5 Kilometer Anfahrt beinhalten lediglich 240 Höhenmeter. Auf der asphaltierten Strasse stellt das aber keine große Herausforderung dar. Es geht zunächst auf freier Fläche an einem Gasthaus vorbei in den Wald. Dort schlängelt sich die breite Strasse an mehreren kleinen Ausflugshütten gemütlich ins Tal.

Links und rechts des Weges
Links und rechts des Weges

Nach gut 30 Minuten ist der Parkplatz am Ende des Logartal erreicht. Von nun an geht es auf immer grober werdendem Schotterpfad nach oben. Die ersten paar hundert Meter sind noch gut fahrbar. Schließlich wird der Weg immer verblockter. Der durch den Regen feuchte Untergrund stellte sich als sehr rutschig dar, weshalb wir die Fahrräder abstellen mussten und uns zu Fuß auf die letzten 50, 60 Höhenmeter machten.

Slap Rinka mit dem Ausflugslokal
Slap Rinka mit dem Ausflugslokal

Der Slap Rinka ist nicht minder beeindruckend wie die Martuljek Wasserfälle oder die Slap Peričnik. Über eine hohe Felswand stürzen die Wassermassen nach unten. Ein einmaliges Schauspiel vor der grünen Kulisse der umgebenden Wälder und dem abenteuerlichen Ausflugslokal, das wie ein Adlerhorst unterhalb der Wand hängt.

Der Rückweg zum Parkplatz erfolgt auf demselben Weg, wobei auch der ein oder andere Trail links und rechts des Weges lockt.


Tipp: Die Zufahrt zum Hotel und dem dortigen Parkplatz ist mautpflichtigen, für Hotelgäste aber kostenfrei. Für den Besuch des Wasserfalls empfiehlt sich die Mitnahme eines Schlosses, so dass man das Bike im unteren Drittel des Fußwegs zum Wasserfall abstellen kann.


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Tour 3: Die höchste Strasse Sloweniens auf den Mangart

Der Mangart hatte uns bei einem unserer vergangenen Triglav-Trips schon in seinen Bann gezogen. Damals entstand die Idee, vielmehr der Wunsch, diese höchste Strasse Sloweniens mit dem Bike zu bezwingen. Die Strasse ist durchgehend asphaltiert und somit gut befahrbar. Wirklich steile Rampen gibt es kaum, wenn gleich es im dritten Viertel der Strecke ab und an etwas knackiger zur Sache geht.

Den Mangart, erreicht man am besten über die Autobahn von Österreich in Richtung Italien (A2) und fährt dann über Tarvisio in Richtung Predil-Pass.

Die Auffahrt zum Pass kann man vom slowenischen Bovec, wie auch von der italienischen Seite aus, mit dem Anstieg zum Passo di Predil verbinden. Wir hatten unseren Transfertag aus dem Logartal Richtung Kranjska Gora und haben daher direkt an der Zufahrt zum Mangart Halt gemacht. An der Abzweigung vom Passo di Predil befindet sich ein kleiner kostenfreier Parkplatz. Von hier aus sind 11,7 Kilometer und etwa 1.000 Höhenmeter zu überwinden.

Zunächst über freies Gelände schwenkt die Strecke an dem kleinen Mauthäuschen in den Wald ein. Gerade bei einer frühen Auffahrt kann es in den schattigen Abschnitten recht kühl werden. Der Wind, der durch die kurzen Tunnelpassagen pfeift, tut sein Übriges. Nach 400 Höhenmetern wird mehr und mehr der Blick ins Tal und die umliegenden Berggipfel frei. Es folgt eine pure Genuss-Fahrt hinauf zum höchsten Punkt der Tour auf 2.055 Meter Höhe.

Blick zurück Richtung Passo di Predil und auf die Berghütte unterhalb der Passhöhe
Blick zurück Richtung Passo di Predil und auf die Berghütte unterhalb der Passhöhe

Nicht nur der Anblick des Mangart-Gipfels, gerade der atemberaubende Tiefblick zu den Laghi di Fusine, die tief unten unter den steil abfallenden Felswänden des Pass-Plateaus liegen, ist beeindruckend. Kurz unterhalb der Passhöhe gibt es eine kleine, bewirtschaftete Berghütte, die vor der rasanten Talabfahrt für einen herrlichen Panoramablick und eine kleine Stärkung einlädt. Es gibt lediglich ein kurzes unasphaltiertes Stück Strasse. Eine Art Kopfsteinpflaster vor der obersten Tunnelpassage in der Abfahrt. Somit ist die Strecke auch sehr gut mit dem Rennrad zu bewältigen.


Tipp: Bei der Mangart-Passstrasse handelt es sich um eine mautpflichtige Strasse. Somit sind auch Autos und Motorräder unterwegs. Die Tunnels auf der Strecke sind nicht sonderlich lang, mitunter aber stockfinster, weshalb unbedingt ein Vorder- sowie Rücklicht für das Bike mitgenommen werden sollte! Im oberen Bereich ist das Befahren der Strasse aufgrund von Steinschlag auf eigene Gefahr. Hier steht aber ein gesondertes Hinweisschild etwa 150 Höhenmeter unterhalb der Passhöhe.


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Tour 4: Entlang der Soča rund und um Bovec

Wiesenweg nach Cezsoca
Wiesenweg nach Cezsoca

Wer nach Slowenien kommt, der kommt an der Soča nicht vorbei. Dieser grün schimmernde Fluss hat seinen Ursprung am Fuße des Vršič-Passes und zieht seinen Besucher von Beginn an in seinen Bann! Wanderer entlang des Alpe-Adria-Trails sind nicht minder beeindruckt, wie die zahlreichen Kajakfahrer die sich in die mitunter reißenden Fluten stürzen.

Einen Teil des Trails entlang der Soča haben wir vor zwei Jahren bereits zu Fuß erkundet. Mit dem Mountainbike haben wir aus Richtung Bovec an diesen herrlichen Fluß erFAHREN. Ausgangspunkt war ein kleiner, gebührenfreier Parkplatz, unweit des Boka Wasserfalls. Hier führt rechts der Soča ein asphaltierter Wiesenweg zum Örtchen Čezsoča und dann in westlicher Richtung auf den Soča-Trail. Wir sind dem Trail bis zur Auffahrt auf die Talstrasse in Richtung Trento gefolgt. Da auf dieser Verbindung zum Vršič-Pass viel Verkehr herrscht, haben wir anschließend wie geplant den Rückweg angetreten und sind bei Čezsoča nach Bovec gefahren.

Hängebrücke an der Soca
Hängebrücke an der Soca

Der Ort ist unter Wassersportlern sehr bekannt. Im Zentrum des Ortes geht es ein kurzes Stück steil, dann mäßig ansteigend auf einer Nebenstrasse zum Slap Virje, einem kleinen und sehr idyllischen Wasserfall. Bis zum Parkplatz ist der gesamte Weg asphaltiert. Erst jetzt beginnt ein schottriger, mit betonierten Wasserrinnen durchzogener Wanderweg, der in ein paar Kehren hinunter zum Wasserfall führt.

Die idyllischen Virje Wasserfälle
Die idyllischen Virje Wasserfälle

Die Rückfahrt erfolgt zunächst auf demselben Weg bis nach Pluzna, einige hundert Meter vor dem Wasserfall-Parkplatz. Hier geht es, immer noch asphaltiert aber für den öffentlichen Verkehr talwärts gesperrt, nach unten. Über einen Golfplatz erreicht man schließlich die Hauptstrasse, die Bovec mit Kobarid verbindet. Von dort sind es noch 2,5 flache Kilometer zurück zum Parkplatz.


Tipp: Die Anfahrt zum Ausgangspunkt erfolgt von Norden kommend entweder über den Vršič-Pass oder den Passo di Predil. Vom Parkplatz beim Wasserfall führt auch ein leichter Rundweg am Wasserfall vorbei. Wer sich den nicht entgehen lassen möchte, sollte ein Schloß im Gepäck haben und das Bike am Parkplatz stehen lassen.


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Tour 5: Von Kranjska Gora in Richtung Bled

Unsere letzte Radtour führte uns von Kranjska Gora aus ostwärts in Richtung Bled. Gerade der erste Teil dieser Tour ist für Rennradfahrer sicher ein Genuss. Es geht einfach nur „so dahin“. Das Besondere: der asphaltierte Radweg führt auf einer alten Bahnstrecke in Richtung Gozd Martuljek. Das kaum spürbare Gefälle macht die Anfahrt zu einem rasanten Erlebnis.

Die Eisenbahnbrücke zwischen Gozd Martuljek und Mojstrana
Die Eisenbahnbrücke zwischen Gozd Martuljek und Mojstrana

Es geht über alte Bahnbrücken hinweg nach Mojstrana. Hier zweigt der Weg rechts ab in Richtung Vrata Tal. Doch das Tal mit seinen Wasserfällen und der beeindruckenden Triglav Nordwand, die beim Aufstieg auf den Luknja-Pass bestaunt werden kann, bleibt rechter Hand liegen.

Je nach Routenwahl fährt man ein kurzes Stück über Schotter (siehe Karte), bevor man auf einer kaum befahrenen Nebenstrasse in Richtung Radovna fährt. Zu Beginn stehen ein paar Höhenmeter auf dem Plan, anschließend folgt eine nicht enden wollende Abfahrt an der Radovna entlang nach Krnica. Gut 13 Kilometer dauert der Spaß durch die einmalig grüne, bewaldete Landschaft.

In Krnica angekommen kann man den touristisch gut erschlossenen See bei Bled (Blejsko Jezero) in die Tour einbauen. Gerade wegen seiner malerischen Insel ist der See ein beliebtes Fotomotiv. Wir haben den Trubel umfahren und sind über Gorje, vorbei an der Vintgar-Klamm, in Richtung Jesenice gefahren. Die Zufahrt zur Vintgar Klamm erfolgt auch auf dieser Nebenstrasse, weshalb mit etwas Verkehr zu rechnen ist.

Rückfahrt von Jesenice nach Mojstrana
Rückfahrt von Jesenice nach Mojstrana

Bei Jesenice geht es noch vor der Ortschaft links ab auf ruhigeres Terrain. Am westlichen Ende von Jesenice ist der Radweg (D2) wieder erreicht. Dieser verbindet den Ort mit Rateče, westlich von Kranjska Gora und führt zunächst noch wellig zurück nach Mojstrana, dann auf dem bereits bekannten Weg zurück zum Ausgangsort.


Tipp: Nach der Abfahrt auf Jesenice nicht die Brücke queren, sondern links ab auf der linken Seite der Sava Dolinka bleiben. Das rote Radweg-Schild D2 verwirrt hier mit seinem Geradeaus-Pfeil etwas. Andernfalls muss man entlang der Hauptstrasse durch Jesenice, wo man an einem Kreisverkehr wieder auf die roten Hinweisschilder trifft.


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