Rauheck, 2385m

Rauheck, 2385m

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Über den Hölltobel ins Bergdorf Gerstruben und über den Älpele Sattel, vorbei am Eissee, auf das 2385m hohe Rauheck in den Oberstdorfer Bergen

Weg nach Gerstruben mit Trettach
Weg nach Gerstruben mit Trettach

Diese wunderbare Herbst-Tour auf das Rauheck beginnt in Oberstdorf im Allgäu. Den ersten Teil der Tour könnte man auch bequem mit dem Fahrrad bewältigen (siehe Biketour zur Dietersbachalpe). Allerdings ist auch das gemütliche „einlaufen“ entlang der Trettach, über Gruben in Richtung Dietersberg, wunderschön. Außerdem würde man den wild-romantischen Hölltobel verpassen, falls man mit dem Bike direkt nach Gerstruben fährt.

Wasserfall im Hölltobel
Wasserfall im Hölltobel

Kurz hinter Dietersberg (den Allgäuer Hauptalpenkamm mit der markanten Trettachspitze immer im Blick) geht es über eine Wiese links hinein in den Hölltobel. Über Wurzeln und Felsen führt der Weg im dichten Laubwald steil nach oben. Das Rauschen des großen Wasserfalls wird lauter und lauter. Kleine Aussichtsplattformen gewähren einen sensationellen Blick in den Tobel und zu guter Letzt auf den großen Wasserfall. Nachdem die ersten Fotoaufnahmen dieser Eintagestour gemacht sind, geht es weiter hinauf auf den von Dietersberg kommenden Fahrweg zum Bergdorf Gerstruben.

Das Bergdorf mit seinen alten Häusern der Kapelle und den sanften Wiesen, dahinter steil aufragend die Höfats-Gipfel, ist besonders im Herbst ein Augenschmaus. Der Weg führt direkt durch das Dorf, unter gelb leuchtenden Waldbäumen hinein ins Tal des Dietersbachs. Ohne wirklichen Höhenunterschied geht es auf einem breiten Wirtschaftsweg, vorbei an der urigen Gerstruber Alpe, zur bewirtschafteten Dietersbach Alpe. Hier beginnt der steile Aufstieg zum Älpele Sattel, der den Übergang in Richtung Oytal markiert und die berühmte Höfats mit dem Rauheck verbindet.

Bergdorf Gerstruben
Bergdorf Gerstruben




Aufstieg zum Älpele Sattel
Aufstieg zum Älpele Sattel

Enge Serpentinen führen auf einem in den Hang eingeschnittenen Pfad schnell, aber schweißtreibend, nach oben. Immer wieder gibt der teilweise bewaldete Hang den Blick in Richtung Wasserfall, der zwischen Rauheck und Kreuzeck ins Tal rauscht, frei. Teilweise über Wurzeln geht es mit hohen Tritten unaufhaltsam nach oben, bevor schließlich der Sattel in Sicht kommt. Die letzten Meter führen nahezu eben zu diesem Zwischenziel. An der Wegkreuzung des Älpele Sattel kann man einerseits zur Höfats aufsteigen, andererseits hinunter zur Käseralpe und weiter ins Oytal absteigen.

Der Eissee
Der Eissee

Rechter Hand beginnt der Aufstieg in Richtung „Seichereck“ bzw. zum Eissee. Der Weg wird wieder steiler und der Untergrund zunehmend schottriger. Abermals schlängelt sich der schmale Pfad über große Tritte steil am Bergrücken hinauf. Links unten begleitet uns die Käseralpe, rechter Hand fällt die Bergwiese steil in Richtung Dietersbachalpe ab. Nach etwa einer halben Stunde ist das Sichereck erreicht. Von hier aus steigt man in einer weiteren einer halben Stunde zum grün leuchtenden Eissee, oberhalb der Käseralpe, ab.

Ein Schild weist weitere 45 Minuten geradeaus in Richtung des Rauhecks. Nach einer kurzen ebenen Passage am Seichereck, steigt der Weg ein letztes mal steil an. Links unten rückt immer wieder der Eissee ins Blickfeld, der unterhalb der steil abfallenden Felswände blitzt. Auf der rechten Seite werden die Wiesen immer steiler und fallen in Richtung des zuvor beschriebenen Wasserfalls und dem dahinter liegenden Hochtal ab. Nach einer halben Stunde Aufstieg wird der Bergrücken hinsichtlich seiner Steilheit gnädiger und der Weg führt in in paar wenigen Kehren zum Gipfel des Rauhecks, das, als einer der wenigen Gipfel, kein Gipfelkreuz beherbergt.

Panorama am Rauheck mit Dietersbach Tal und Oytal
Panorama am Rauheck mit Dietersbach Tal und Oytal

Der Blick hier oben reicht unter anderem vom Großen Krottenkopf über das Kreuzeck mit Bettlerrücken (diese Tour konnte in Kombination begangen werden) zur Mädelegabel und Trettachspitze und auf der anderen Seite vom Seealpsee über das Laufbacher Eck und Schneck bis zum Hochvogel. Der Rückweg erfolgt auf demselben Weg wie der Aufstieg. Alternativ gelangt man ab dem Älpele Sattel auch über die Käseralpe und das Oytal zurück nach Oberstdorf.




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