AAuf dem Weg zur Mindelheimer Hütte

Krumbacher Höhenweg

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Von der Kanzelwand über den Krumbacher Höhenweg zur Mindelheimer Hütte

In den frühen Morgenstunden ist natürlich auch ein Aufstieg „per Pedes“ zur 1920m hoch gelegenen Bergstation der Kanzelwandbahn möglich. Heute geht es aber ausnahmsweise mit der Bergbahn nach oben.

Ab der Gipfelstation führen zwei Wege in Richtung der Mindelheimer Hütte. Der eine führt zunächst ein paar Meter bergab und um die Kanzelwand herum, der andere führt über die Scharte der Kanzelwand und auf der Oberstdorfer Seite wieder nach unten. Über die Scharte ist das Gipfelkreuz nach wenigen Metern erreicht. Und da an diesem sonnigen Hochsommertag kein weiterer Gipfel auf dem Tourenplan liegt, wähle ich diese Variante.




Panoramablick von der Kanzelwand
Panoramablick von der Kanzelwand

Virtuelle RealitätVom Gipfel der Kanzelwand bietet sich ein einzigartiger Rundum-Blick auf die Walsertaler und Oberstdorfer Berge. Die sanften Blumenhänge des Fellhorn und die schroffen Hammerspitzen, der markante Widderstein und das einmalige Gottesackerplateau des Hohen Ifen sind zum Greifen nah. Und auch das Allgäuer Dreigestirn mit der imposanten Trettach gibt sich die Ehre.

Abzweig auf den Krumbacher Höhenweg
Abzweig auf den Krumbacher Höhenweg

Nach dem Genuss des Panoramas geht es zurück zur Scharte und hinunter in Richtung Passage zur Fiderepass Hütte. Von 2059m geht es auf etwa 1700m und dann ohne großen Höhenverlust in Richtung Alpenvereinshütte.

In einer Mulde zwischen Oberstdorfer Hammerspitze und Schafalpenköpfe kommt die Hütte auf dem Grat in Sichtweite. Hier gabelt sich der Weg nahe einer unbewirtschafteten Alpe. Geradeaus geht es auf die Fiderepass Hütte und in Richtung Mindelheimer Klettersteig. Linker Hand geht es in Richtung eines Kars zur Mindelheimer Hütte und auf den eigentlichen Krumbacher Höhenweg.

Der Weg gewinnt zunächst mäßig und dann steiler auf tief schottrigem Untergund an Höhe. Das Fellhorn linker Hand im Blick geht es zunächst am Hang, dann in einer breiten Kar-Rinne in kurzen Serpentinen nach oben. Eine grüne Scharte bildet den Übergang auf die andere Seite.

Links unten macht sich das Rappenalptal breit. Gegenüber rücken Enzianhütte und Rappenseehütte ins Blickfeld.

 

Auf dem Krumbacher Höhenweg
Auf dem Krumbacher Höhenweg

Der anstrengendste Teil der Tour (zumindest der größte Anstieg) ist gemeistert. Von nun an wechseln Wiesen und Geröll, Weideflächen und karstiger Untergrund einander ab. Rechts oben erkennt man vereinzelt die Begeher des Mindelheimer Klettersteigs.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Rappenalptals zeigen sich Biberkopf und Hohes Licht, Waltenberger Haus und Enzianhütte. Weiter im Norden thront die Höfats.

Nach einigen Gehminuten, die hauptsächlich bergab führen, kommt von links der Aufstieg aus dem Rappenalptal. Von der rechten Seite trifft der Weg von der Fidererpass Hütte auf den Krumbacher Höhenweg.

Fast schon gemütlich, zumindest ohne große alpine Herausforderung geht es stetig der Mindelheimer Hütte entgegen.

Krumbacher Höhenweg, oben der Mindelheimer Klettersteig
Krumbacher Höhenweg, oben der Mindelheimer Klettersteig

Ein Genuß für die Augen und die Seele zugleich. Gut drei Kilometer nach der beschriebenen Wegkreuzung zeigt sich die Hütte erstmalig. Ein paar Höhenmeter sind noch zu bewältigen, dann ist das Etappenziel erreicht.

Auf dem Weg zur Kemptner Scharte, blick zurück zur Mindelheimer Hütte
Auf dem Weg zur Kemptner Scharte, blick zurück zur Mindelheimer Hütte

Ein kühles Getränk und eine leckere Mahlzeit stärken für den abschließenden Teil der Tour. Von der Mindelheimer Hütte geht es zunächst in Richtung Kempterle. An der Kemptner Scharte beginnt der Abstieg ins Wildental. Zunächst in felsigem Terrain, dann über tiefschottrigen Untergrund ist der obere Wildental schnell erreicht. Weiter geht es in einem latschenbewachsenem Hang, vorbei am Wildenfall zum Talboden.

Auf einem breiten Alpweg führt die Tour über die Innere Wiesalpe und die Unterwiesalpe (unbedingt einkehren und den leckeren Ziegenkäse probieren) nach Mittelberg.

Von hier bringt einen der Talbus schnell und bequem zum Ausgangsort.





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