Krinnenspitze, 2002m

Krinnenspitze, 2002m

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Über den Enziansteig auf die Krinnenspitze oberhalb des Haldensees im Tannheimer Tal, Tirol

Diese Bergtour auf die Krinnenspitze im Tannheimer Tal beginnt im kleinen Ort Rauth, zwischen Nesselwängle und dem Gaichtpass. Der als „Enziansteig“ bezeichnete Aufstieg ist zwar steil, jedoch in keinster Weise ausgesetzt, weshalb der Zusatz „Steig“ nicht irritieren sollte. Der im Verlauf dieser Tour beschrieben Abstieg über den sogenannten „Gamsbocksteig“ wartet hingegen, zumindest im ersten Teil des Abstiegs, durchaus ein paar Meter mit steil abfallenden Wänden und einigen steigähnlichen Passagen auf.

Von Rauth in Richtung Birkental
Von Rauth in Richtung Birkental




Aufstieg zur Krinnenpitze
Aufstieg zur Krinnenpitze

Von Rauth aus geht es zunächst auf einem breiten Wirtschaftsweg in Richtung Birkental und nach ein paar hundert Meter, an einer Hütte, rechts hinauf zum Beginn des Enziansteigs. Gut beschildert führt linker Hand ein schmaler Pfad in den Wald. Über Wurzelwerk geht es in einigen Serpentinen durch den Wald nach oben. Immer wieder taucht die bereits schneebedeckte Leilachspitze zwischen den Bäumen auf.

Auf etwa 1400m wird der Wald zusehends lichter und der immer noch schmale Pfad führt zu einem halb verfallenen Stadel, unterhalb einer sehr ausgedehnten Bergwiese. Im Tal von Reutte hängt noch der dichte Morgennebel und in den Hängen erkennt man vereinzelt dunkle, schwarze Flecken, die sich bei näherer Betrachtung als Gemsen herausstellen, die in der Morgensonne die mit Schnee gezuckerten Hänge nach Fressbarem durchstöbern.

Gemse unterhalb der Krinnenspitze
Gemse unterhalb der Krinnenspitze

Oben auf dem langgezogenen Bergrücken präsentiert sich bereits das Gipfelkreuz der Krinnenspitze. Bis zum Gipfel sind allerdings noch gut 500 Höhenmeter zu bewältigen. Der sanft anmutende Hang präsentiert sich mit einem unerwartet steilen Aufstieg, der in vielen kleinen Kehren zu einem Joch hinauf führt. Vom Joch aus gelangt man in westlicher Richtung zur Gräner Ödenalpe und weiter zum Litnisschrofen, sowie, etwas mehr in Richtung Norden, zur Edenalpe.

Unter uns breitet sich, immer noch dicht in Nebel verpackt, der Reuttener Talkessel aus, gegenüber thront die Gaichtspitze, der Hahnenkamm, und weiter hinten der Bergstock der Zugspitze über dem Nebelmeer. Der Weg führt nun etwas flacher auf dem Rücken entlang zum Gipfel der Krinnenspitze. Unter uns taucht der Haldensee aus dem Nebel auf, gegenüber präsentieren sich Aggenstein, Gimpel, Rot Flüh und Kellenspitze mit Ihren steilen, felsigen Abhängen.

Panoramaaufnahme auf dem Joch zur Krinnenspitze
Panoramaaufnahme auf dem Joch zur Krinnenspitze

Auf dem GamsbocksteigDer Abstieg führt nun über den teilweise mit Ketten versicherten Gamsbocksteig in Richtung der Krinnenalpe. Zu Beginn sind ein paar steile Stufen zu überwinden, links fällt der Berg steil und schroff in Richtung Nesselwängle ab.

Herbststimmung mit Rot Flüh, Gimpel und Kellenspitze
Herbststimmung mit Rot Flüh, Gimpel und Kellenspitze

Nach gut 100 Höhenmeter bergab wendet sich der Weg in Richtung der breiten Bergwiese, oberhalb des Aufstiegs über den Enziansteig zu und wird deutlich „sanfter“. Über ein Latschenfeld geht es schließlich wieder etwas steiler, aber keinesfalls ausgesetzt, schnell nach unten, bevor auf Höhe der Krinnenalpe ein breiterer Fahrweg ostwärts am Hang entlang führt.

Dieser sogenannte Meraner Steig leitet uns direkt zurück nach Rauth, wobei der Fahrweg immer wieder auf beschildertem Pfad durch den Wald abgekürzt werden kann.





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