Steinbock an der Scharte zum Kempterle

Kempterle (Kemptner Köpfle), 2193m

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Sanfte Wiesen, tosende Wasserfälle, felsige Kehren und mystische Eindrücke auf dem Weg zum Kemptner Köpfle (Kempterle).




Auf dem Weg zur Fluchtalpe
Auf dem Weg zur Fluchtalpe

Der regnerische, bewölkte Tag stellte kein Hindernis für diese landschaftlich beeindruckende von den Eindrücken her faszierende Bergtour zum Kempterle dar. Vom Gasthof Bergheim (gebührenpflichtiger Parkplatz) im Kleinwalsertal geht es zunächst auf einem breiten Alpweg in Richtung Einstieg dieser Tour. Vorbei an der Unteren und Inneren Wiesalpe geht es in Richtung Fluchtalpe. Hier gabelt sich der Weg in Richtung Fiderepaßhütte und Mindelheimer Hütte.

Es geht rechts hinauf, über einen Latschenhang, dem donnernden Wasserfall des Wildenbachs entgegen. Gemächlich schlängelt sich der steinige Weg dem Gebiet der Hinteren Wildenalpe entgegen. Nach etwa 45 Minuten ab dem Einstieg ist das Hochtal erreicht.





Wasserfall am Aufstieg zur Wildenalpe
Wasserfall am Aufstieg zur Wildenalpe

Nun geht es, begleitet von den Pfiffen der Murmeltiere, auf der Ebene zum zweiten Teil der Tour. Nach Querung des Wildenbachs geht es auf schottrigem Untergrund in einigen Kehren hinauf in Richtung zur Scharte, die die Grenze zwischen Rappenalptal und Wildental markiert. Nach einigen Gehminuten wechselt die Szenerie. Felsiges Terrain prägt nun den weiteren Weg. In vielen engen Kehren, schließlich über ein Felsband und eine eiserne Treppe geht es weiter hinauf.

Die letzten Meter zum Gipfel des Kempterle
Die letzten Meter zum Gipfel des Kempterle

Gerade die kühle Luft in diesen frühen aber regnerischen Sommertagen, die tiefhängende Wolkendecke und die durchziehenden Nebelfetzen, lassen diese Hochgebirgslandschaft an diesem Nachmittag noch mystischer erscheinen, als sie ohnehin schon ist. Durch das diffuse Licht hindurch, hinter dem Nebelschleier, erkennt man die Scharte. Und dann, wie durch ein Rauchglas hindurch, bewegt sich etwas. Direkt an der Scharte lassen sich die Gestalten zunächst nur erahnen. Wenn der Nebelschleier lichter wird, werden auch die Konturen deutlicher. Steinböcke. Ein ganzes Rudel an Jungtieren bewegt sich gemächlich entlang des Grats.

Noch einige Kehren, und der Grat wird fast greifbar. Über zwei Altschneefelder führt der Weg letztlich hinauf auf die Scharte. Linker Hand wird durch den Nebel hindurch das Gipfelkreuz des Kempterle sichbar. Hinter lichtet sich der Nebel und das Wildental, die Wildenalpe und auch  Mittelberg im Kleinwalsertal wird sichtbar.

Die letzen 93 Höhenmeter führen auf lehmigem, dem Wetter entsprechend rutschigem, Untergrund links hinauf zu Gipfelkreuz.

Die Bilder zu dieser Tour sind übrigens alle in HDR um die Kraft der Natur, die beeindruckende Landschaft und die Nebelstimmung an diesem wunderschönen, regnerischen Juni-Tag zu unterstreichen.




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2 Responses

  1. Judith Fischer

    Hallo,
    Kann man die Tour auch jetzt noch (Oktober) mit etwas Schnee und ohne passende Winterausrüstung gehen oder ist das zu gefährlich?
    Vg Judith Fischer

    • Björn

      Hallo Judith, ohne passende Ausrüstung würde ich eher abraten. Am Sonntag hat es auch noch weiter geschneit. Wenn es nun wieder antaut ist mit Eis zu rechnen. Aktuell würde ich Touren deutlich unter 2000m eher empfehlen. Aber: vielleicht geht der Schnee ja nochmal komplett weg. VG, Björn

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