Hochvogel (2), 2592m

Hochvogel (2), 2592m

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Der Hochvogel! Ein perfekter Berg. Bis dato war der Aufstieg via Prinz-Luitpold-Haus und Kalter Winkel mein absoluter Favorit.

Eine Tour, die alles bietet: von der Höhenwanderung über ein Firnfeld bis zu leichter Kraxelei und eine wunderbare Aussicht.

Seit dem 3. November 2011 ist die Variante über den Bäumenheimer Weg zum Favoritenkreis hinzu gekommen. Nicht nur, dass die für diese Jahreszeit sensationelle Wetterlage eine wunderbare Tour erlaubte, sondern der Aufstieg von Hinterhornbach hält ebenso die perfekten Berg-Eindrücke parat.

Mit Sicherheit ein Pluspunkt: die Tour ist problemlos an einem Tag zu bewältigen, wohingegen sich beim Aufstieg über das Giebelhaus eine Übernachtung auf dem Prinz-Luitpold-Haus empfiehlt.

Blick zum Gipfel
Blick zum Gipfel

Los geht es von Hinterhornbach aus, wo unterhalb des Gasthof Hochvogel ein kostenfreier Parkplatz bereit steht. Nach ein, zwei Kehren auf der Teerstraße erreicht man nach kurzer Zeit einen Wegweiser, der den Gipfel des Hochvogel mit vier Stunden Gehzeit ausweist. In der Falllinie des Berges geht es bergauf und man erreicht nach kurzer Gehzeit einen Forstweg, den man zunächst parallel zum Berg ansteigend folgt. Nach einigen Minuten weist ein weiteres Schild wieder in der Falllinie den Berg hinauf. Im Bergwald quert man einige Male den Forstweg, bevor man in einem Latschenfeld dem Gipfel entgegen steigt. Von nun an hat man auch einen guten Blick auf das Geröllfeld unterhalb des beeindruckenden Bergmassivs des Hochvogels.

Blick zurück auf den Aufstieg
Blick zurück auf den Aufstieg

Dieses Geröllfeld gilt es in der Folge von rechts nach links zu queren. Bei einem zeitigen Aufstieg kann man hier unzählige Gemsen in der Morgensonne beobachten. Nach der Querung geht es in einigen kleinen Kehren hinauf zu einem „Tor“, welches den eigentlichen Einstieg in den Bäumenheimer Weg darstellt. In leichtem Fels mit etwas Geröll zeigt die Tour nun ihr zweites Gesicht.

In einigen Kehren geht es auf eine kleinen Rücken hinauf zu einem Gedenkkreuz. Immer die beeindruckende Kulisse der benachbarten Berge vor Augen. Kurz nach dem kleinen Kreuz ändert die bis dahin leichte Tour ihren Wesenszug. Von nun an ist Trittsicherheit das A und O. Dann und wann sind auch die Hände gefragt, wobei der Weg nie wirklich als ausgesetzt bezeichnet werden kann. Man sollte sich jedoch an die rot-weißen Wegmarkierungen halten. Nach nahezu jeder Kurve ändert der Berg nun seinen Charakter. Blanker Fels, Schotter, hohe Tritte,… Abwechslung pur! Nach einiger Zeit wird das Pfeiffen der Bergdohlen lauter und lauter. Ein untrübliches Zeichen für das Näherrücken des Ziels. Ehe man sich versieht geht die Tour zu Ende. Überraschend taucht der Gipfel auf und das große Gipfelkreuz zeugt vom Ende des Aufstiegs. Hier oben angekommen breitet sich ein einmaliges Bergpanorama aus. Genießen ist angesagt!

Hochvogel-Panorama
Hochvogel-Panorama




Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg. Wobei die zuvor oft als „Schlüsselstellen“ empfundenen Passagen mit hohen Tritten weit weniger „furchteinflösend“ als beim Aufstieg erscheinen. Als weitere Möglichkeit bietet sich der Abstieg über die Westseite in Richtung Prinz-Luitpold-Haus an. Nachdem man in einigen Stufen zum markanten Felsband, der „Schnur“ gelangt, steigt man über den Kalten Winkel, ein ganzjähriges Firnfeld, ab. Anschließend nimmt man jedoch nicht den Weg Richtung Prinz-Luitpold-Haus, sondern hält sich rechter Hand in Richtung Fuchsensattel.

Abstieg
Abstieg

Nachdem man diesen passiert hat, gelangt man parallel zu einem Bergrücken des Hochvogels zur Weggabelung auf Höhe des Geröllfelds, welches beim Aufstieg durchquert wurde. Von nun an geht es via Latschenfeld und Bergwald wieder auf direktem Weg zum Ausgangspunkt in Hinterhornbach. Nach der Rückkehr ist eines sicher: das wird nicht die letzte Tour auf diesen einmaligen Berg gewesen sein.

Hinweis: Die Route über den Bäumenheimer Weg wurde 2014 wegen Bergsturzgefahr gesperrt! Daher vor Beginn einer Tour nochmal bei den örtlichen Tourismusvereinen erkundigen. 

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